Ärzte Zeitung, 02.09.2013

Hessen

Von Knoblauch bleibt Kammerchef

Die Delegierten der Landesärztekammer Hessen haben Dr. Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach für eine zweite Amtszeit an die Spitze gewählt. Vizepräsidentin wird eine Hausärztin.

von-knoblauch-A.jpg

Bleibt Kammerchef: Dr. Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach.

© LÄK Hessen

FRANKFURT. Die Delegierten der Landesärztekammer Hessen haben Dr. Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach für eine zweite Amtszeit an die Spitze gewählt. Bei der nicht öffentlichen konstituierenden Sitzung am Samstag konnte er 63 von 76 Stimmen auf sich vereinen.

Ein Gegenkandidat stand nicht zur Wahl. "Wichtig ist, dass Ärztinnen und Ärzte in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden und wir unsere Interessen nach außen gemeinsam vertreten", sagte von Knoblauch vor den Delegierten.

Der 66-jährige Facharzt für Innere Medizin will sich in seiner zweiten Legislaturperiode für die Weiterbildung und gute Berufsbedingungen für junge Ärzte einsetzen, heißt es in einer Mitteilung.

Umkämpft dagegen war der Posten des Vizepräsidenten. Die Hausärztin Monika Buchalik, angetreten für die Liste der "ÄrztINNEN", setzte sich mit 41 Stimmen gegen die Spitzenkandidatin des Marburger Bundes (MB), Susanne Johna, durch.

Nach dem relativ schlechten Ergebnis des MB bei der Kammerwahl ist dies die zweite Wahlschlappe für die hessischen Klinikärzte, sagten Teilnehmer der Delegiertenversammlung. Der bisherige Vizepräsident, Hausarzt Martin Leimbeck, war nicht mehr zur Wahl angetreten.

Johna ist allerdings nun Mitglied im Präsidium: Mit 63 Stimmen wurde sie als Beisitzerin gewählt. Der MB entsendet in das Kammergremium auch zwei weitere Vertreter, da die Delegierten kurz nach der Präsidentenwahl die Zahl der Präsidiumsmitglieder von neun auf elf erhöht hatten.

In der vergangenen Legislaturperiode hatte der MB keinen Sitz im Präsidium. "Ich beglückwünsche Dr. Susanne Johna zu ihrem ausgezeichneten Ergebnis, auch wenn wir sie uns exzellent als Vizepräsidentin hätten vorstellen können", sagt Dr. Andreas Scholz, Landesverbandsvorsitzender des MB Hessen, in einer Mitteilung.

Im Präsidium sind ebenso die Hausärzte sind mit zwei, die Fachärzte mit vier Mitgliedern vertreten. (bee)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Im Sushi war der Wurm drin

Der Hinweis aufs Sushi brachte die Ärzte auf die richtige Spur. Statt den Patienten wegen Verdachts auf akutes Abdomen zu operieren, führten sie eine Gastroskopie durch. mehr »

Alle wichtigen Videos vom Ärztetag

Digitalisierung, Angst vor Veränderung, Wunschminister: Die Ärztezeitung fasst für Sie die wichtigen Themen des Ärztetags in kurzen Videos zusammen. mehr »

Importierte Infektionen führen leicht zu Diagnosefehlern

Wann muss ein Arzt für eine Fehldiagnose gerade stehen? In einem aktuellen Fall entschied das Oberlandesgericht Frankfurt gegen einen Arzt. mehr »