Ärzte Zeitung, 25.09.2013

Honorar

EBA berät über den Punktwert

BERLIN. Bei den Verhandlungen im Erweiterten Bewertungsausschuss (EBA) über einen neuen Punktwert am heutigen Mittwoch geht es auch um die Zukunft des Hausarzt-EBM.

Wenn die Kassenseite bis Ende November nicht auf die Änderungswünsche der Ärzte eingehe, werde der KBV-Vorstand den Antrag in den BA einbringen, den Hausarzt-EBM zum 1. Januar auszusetzen, hieß es am Dienstag bei der KBV.

Im Kern geht es um mehr Geld. Strittig sind zum Beispiel die Chronikerpauschale und das Gesprächsbudget.

Der Erweiterte Bewertungsausschuss besteht aus Vertretern der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, des GKV-Spitzenverbandes und unparteiischen Mitgliedern.Im vergangenen Jahr war der Wert um 0,9 Prozent angehoben worden.

In diesem Jahr steht eine Forderung der KBV von 2,6 Prozent im Raum. Die sollen ab 1. Oktober auf den dann geltenden Wert von 10 Cent je Punkt aufgeschlagen werden. (af)

[25.09.2013, 10:30:31]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
"Krumm und dämlich" Rechnen?
Da haben KBV-Spitze u n d KBV-Vertreterversammlung (KBV-VV) o h n e Probelauf, Simulation und Evaluation einen fragwürdigen neuen Hausarzt-EBM mit Wirkungseintritt zum 1. Oktober 2013 mit Mühe und Not am 20. September schlussendlich mehrheitlich verabschiedet. Dass dieser Hausarzt-EBM aber keineswegs als vorbildliches "lean management" gelten kann oder "just in time" produziert worden wäre, erkennt man unschwer an den Änderungswünschen, welche die KBV ausgerechnet dem Spitzenverband der GKV-Kassen präsentieren will. Letzterer soll dann auch noch damit unter Druck gesetzt werden, dass man ab 1. Januar 2014 droht, wieder zum a l t e n EBM zurückzukehren???

Das Tüpfelchen auf dem "i" bei diesem KBV-Schlingerkurs mit leeren Versprechungen und ins Leere laufenden Forderungen ist das Verlangen nach 2,6 Prozent mehr auf den Punktwert von 10 Cent je Punkt. Vorher hatte uns KBV-Vorstandskollegin Regina Feldmann umständlich erklärt, Punktwerte-Volumina hätten drastisch reduziert werden müssen, um mit einem neuen Punktwert von 10 Cent statt den bisherigen krummen Werten um 3,5 Cent "besser rechnen" zu können. Jetzt, verehrte Kolleginnen und Kollegen bzw. liebe KBV, dürfen wir uns dann günstigstenfalls mit einem Punktwert von 10,26 Cent "krumm und dämlich" rechnen!

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

 zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

"Digitalisierung lässt sich nicht klein hoffen"

Die Digitalisierung lässt sich nicht aufhalten, die Ärzte sollten sich daher aktiv daran beteiligen, appellierte der Blogger Sascha Lobo auf dem Ärztetag. mehr »

Alle wichtigen Videos vom Ärztetag

Digitalisierung, Angst vor Veränderung, Wunschminister: Die Ärztezeitung fasst für Sie die wichtigen Themen des Ärztetags in kurzen Videos zusammen. mehr »

Massive Technik-Pannen behindern Ärztetag

Nicht einsehbare Anträge, verschobene Abstimmungen: Technische Probleme machen Delegierten und Journalisten gestern unmd heute auf dem Ärztetag arg zu schaffen. mehr »