Ärzte Zeitung online, 20.12.2013

Arbeitsgerichtsprozess

Kein Vergleich mit dem Ex-Finanzdezernenten der KBV

Arbeitsgericht Berlin setzt Termin zur Beweisaufnahme im Verfahren zwischen der KBV und ihrem ehemaligen Finanzdezernenten an.

BERLIN. Die arbeitsgerichtliche Auseinandersetzung zwischen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und ihrem fristlos gekündigten Finanzdezernenten Andreas Ullmann geht weiter. Ein Vergleich, den das Berliner Arbeitsgericht vorgeschlagen hatte, kam innerhalb der gesetzten Frist bis Mitte Dezember nicht zustande. Dabei geht es um Beträge in Millionenhöhe.

Der praktisch unkündbare KBV-Mitarbeiter soll 2,5 Millionen Euro Entschädigung gefordert haben, während die KBV im Fall einer Niederlage vor Gericht mit knapp 1,7 Millionen Euro rechnet.

Das Gericht hat nach Ablauf der Frist nun einen Termin zur Beweisaufnahme für den 20. Januar anberaumt. Eine Zeugenvernehmung soll dann klären, ob die Vorwürfe der KBV gegen Ullmann im Zusammenhang mit zwei Zahlungsanordnungen und der Auszahlung eines Sterbegeldes berechtigt sind.

Ob es KBV-Chef Dr. Andreas Köhler ist, der als Zeuge einberufen wird, wollten weder das Gericht noch die KBV bestätigen. Die KBV wirft Ullmann vor, dass er Zahlungsanweisungen in relevanter Größenordnung ohne Gegenzeichnung durch den Vorstand vorgenommen haben soll. (ami)

Topics
Schlagworte
Berufspolitik (17107)
Recht (11864)
Organisationen
KBV (6438)
Personen
Andreas Köhler (1251)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »