Ärzte Zeitung online, 12.03.2014

Honorar

Psychotherapeuten fühlen sich benachteiligt

Ärzte erhalten für ihre Leistungen viel mehr Honorar, klagen die Psychotherapeuten - und fordern mehr Geld. Um die Wartezeiten der Patienten auf eine Psychotherapie zu senken, schlagen sie ein mehrstufiges Modell vor.

Psychotherapeuten fühlen sich benachteiligt

Im Vergleich zu den Einkommen der Ärzte fällt ihr Geldstapel deutlich kleiner aus, monieren die Psychotherapeuten.

© Andreas Fitz / panthermedia.net

BERLIN. Psychotherapeuten sind und bleiben Schlusslicht bei der Honorierung der erbrachten Leistungen. Das hat Dieter Best, stellvertretender Bundesvorsitzende der Deutschen Psychotherapeutenvereinigung (DPtV), scharf kritisiert.

Psychotherapeuten erhielten im Schnitt ein so geringes Honorar, dass sie sich kein Personal leisten könnten. Dadurch entstünden die sogenannten "Anrufbeantworterpraxen" - statt eines Mitarbeiters erreichten die Patienten nur die Anrufbeantworter der Psychotherapeuten. Das sei keine gute Situation, so Best.

"Ungleichbehandlung nicht mehr hinnehmbar"

Aktuelle Zahlen der kassenärztlichen Versorgung in Deutschland (ZI) belegen: Mit 68.500 Euro betrug der Jahresüberschuss eines Psychotherapeuten im Jahr 2010, weniger als die Hälfte des Überschusses eines Arztes (138.000 Euro).

Bei gleicher Arbeitszeit bedeute dies, dass ein Arzt einen Überschuss von knapp 60 Euro je Stunde erziele, ein Psychotherapeut lediglich knapp 36 Euro - vor Abzug von Sozialabgaben und Steuern, betonte Best anlässlich des BMC-Kongresses "Neue Versorgungs- und Anreizstrukturen für die ambulante Psychotherapie" am Mittwoch in Berlin.

"Diese Ungleichbehandlung ist nicht länger hinnehmbar", so Best. Wenn die Selbstverwaltung nicht in der Lage sei, für Honorargerechtigkeit zu sorgen, müsse der Gesetzgeber einschreiten.

Auch müssten die Wartezeiten auf einen Therapieplatz deutlich verkürzt werden, forderte Best. Laut Psychotherapeutenkammer warten Patienten bis zu drei Monate auf ein Erstgespräch bei einem Psychotherapeuten.

Vor der eigentlichen Therapie sollte daher in einer offenen Sprechstunde geprüft werden, ob eine Psychotherapie überhaupt indiziert sei, so der DPtV-Vize. Danach sollten bis zu 15 Sitzungen einer Akutversorgung folgen, entweder in Einzel- oder Gruppentherapie.

Erst dann bekäme der Patient - wenn es notwendig wäre - in diesem gestuften Model der psychotherapeutischen Versorgung eine richtige Psychotherapie. "Dieses Modell führt nicht zu einer Ausweitung der Leistungen, sie werden nur besser strukturiert", sagte Best.

Psychotherapeut als Lotse angedacht

Überhaupt müsse die Rolle des Psychotherapeuten neu definiert werden, forderte Dr. Christina Tophoven von der Bundespsychotherpeutenkammer (BPtK): "Der Psychotherapeut sollte Lotse in der Versorgung werden." Damit könne er den Zugang zur Psychotherapie steuern.

Qualifiziertes Personal könnte den Psychotherapeuten unterstützen - auf diese Weise könne mehr als ein Patient pro Stunde versorgt werden. Das wäre allerdings in der klassischen Einzelpraxis so nicht möglich. Sinnvoll sei es daher, psychotherapeutische Versorgungszentren einzurichten.

Im Koalitionsvertrag von Schwarz-Rot heißt es: "Künftig werden auch arztgruppengleiche Medizinische Versorgungszentren zugelassen." (sun)

[01.04.2014, 14:49:42]
Dipl.-Psych. Götz Braun 
falsche Ansatz der Kritik
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
das Honorarproblem der Psychotherapeuten ist ja nicht nur ein Problem der psycholog. Psychotherapeuten, die ärztlichen sind davon genauso betroffen.
Dies vorab.
Unsere Honorarmisere beruht auf einem skandalösen BSG-Urteil, das unser Honorar zwar nach unten absichert aber gleichzeitig nach oben begrenzt.
Dieses Urteil haben wir selbst ja erstritten. Doch was dann folgte ist die Hängemattenkultur der Verantwortlichen in unseren Berufsverbänden und den Kammern.
Letztlich muss man attestieren, dass alles was in den vergangenen 20 Jahren passiert ist, dazu geführt hat, was heute unser Problem ist.
Das Schlimme daran ist nicht nur der Status quo, sondern die Aufrechterhaltung durch die Verbands- und Kammerfunktionäre durch deren Tatenlosigkeit.
Da wird über Strukturverbesserungen der Versorgung lamentiert bevor die Existenzgrundlage gesichert ist. Beim niedergelassenen Psychotherapeuten kommt da keine Freude auf.
Auch der Versorgungsnotstand beruht auf dem Honorarmangel. Wer eine Familie ernähren will, kann das nur als angestellter Psychotherapeut. Also arbeiten wir Niedergelassenen entweder in die Armut hinein oder nur als Hobby im Nebenberuf. Damit sind natürlich die Praxen nicht ausgelastet.
Würden wir angemessene Honorare bekommen, würden wir uns von selber professionalisieren. Ein angemessenes Honorar ist aber nicht wie das BSG behauptet die Hälfte des Durchschnitts der Ärzte bei Vollzeittätigkeit des Psychotherapeuten, sondern liegt bei einem Stundenhonorar von 180.-€.
Ich frage die Funktionäre wieso diese Leisetreterei? Warum wurde das BSG-Urteil nie in Karlsruhe überprüft, warum wird kein lautstarker Protest organisiert, warum gibt es keine Diskussionsveranstaltungen mehr zur Findung eines Gruppenkonsenses in der politischen Ausrichtung? Warum wird nicht mehr über eine Alternative zur KV diskutiert?
Was eigentlich treiben unsere Funktionäre den ganzen Tag?
Ich kann alle Kollegen nur aufrufen, diese Fragen an die Verantwortlichen in den Verbänden und den Kammern zu richten.
Es kann so leise nicht mehr weiter gehen.


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[14.03.2014, 13:22:13]
Dipl.-Psych. Peter Pfaffenschläger 
Realitätsverzerrungen
Liebe ärztliche Kollegen und Kolleginnen,
seit dem Psychotherapeutengesetz gibt es nun mal einen weiteren, neuen Berufsstand, der für die Heilkunde zugelassen ist. Es macht wenig Sinn über die Qualität der ärztlichen und der psychologischen Kompetenzen zu diskutieren; denn letztlich geht es hier nur um das Geld.

Der Futterneid zwischen Hausarzt und Fachärzte wurde seitdem verstärkt durch diesen neuen Berufsstand. Es sind jedoch Fakten, die existieren und es macht bei einem Mindestmaß an demokratischem Verständnis wenig Sinn mit allen Tricks und Mitteln die Psychologischen Psychotherapeuten um ihr gerechtes Honorar zu bringen.

Wenn die Selbstverwaltung bisher eine wirkliche Integration und Gleichberechtigung unseres neuen Berufsstandes in der KBV nicht herstellen konnte, so liegt das meines Erachtens zum Teil auch an den Verdrängungskünsten der Ärzteschaft, diese neue Realität nicht akzeptieren zu wollen.

Stellen Sie sich in der Umkehrung vor, Sie wären der neue, gleichberechtigte Berufsstand und sie wären bisher so diskriminierend, geringschätzend und ausgrenzend behandelt worden?
Hätten Sie sich das gefallen lassen?

Fragwürdig ist auch, weshalb die Aufsichtsbehörde des Gesundheitsministeriums ihrer Aufsichtspflicht bezüglich der rechtmäßigen Integration bis heute nicht wirklich nachgekommen ist.

Der übliche Hinweis,"das ist die Sache der Selbstverwaltung", beinhaltet meines Erachtens eine unterschwellige Parteilichkeit, Ignoranz oder die Angst vor den Konsequenzen.

Diese Wahrnehmungsverzerrungen gehen jedoch zu Lasten unseres Berufsstandes und sind meines Erachtens unrechtmäßig und gehören endlich "heilsam" beseitigt.

Seit 1993 ist die KBV letztlich im Verzug mit einer angemessenen Honorierung der Psychologischen Psychotherapeuten. Würde Ihnen das gefallen, wenn es um Ihr Honorar ginge????

Peter Pfaffenschläger




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[14.03.2014, 12:23:18]
Dipl.-Psych. Ulf Kohlhauer 
Qualifikation, Kosten und Gerechtigkeit
Sehr geehrter Herr Dr. Jens Wasserberg, Sie befinden sich ganz gewaltig auf dem Holzweg, denn der Weg zum psychologischen Psychotherapeuten betrug in der Vergangenheit 11 Jahre und oft auch länger. 5Jahre Studium (Regelstudienzeit) plus 6Jahre Ausbildung (berufsbegleitend mit einem Hungerlohn) zum Psychotherapeuten. Hinzu kommen auch noch die Ausbildungskosten: Seminare plus Supervision plus Arbeitszeit (300 bis 600 supervisierte Therapiestunden deren Honorar zur Hälfte an das Ausbildungsinstitut ging und somit ebenfalls noch der Summe zugeführt werden kann.)

Ärzte gaben in den letzten Jahren gegenüber den Krankenkassen an, dass ihre Arbeit angemessen "respektiert und honoriert" werden sollte und haben sich - zu recht - beschwert, dass die Verantwortlichen bei den Krankenkassen sich diesbezüglich entgegengesetzt verhalten würden. So wie die Krankenkassen aber mit den Ärzten umgegangen sind und umgehen, so gehen die Ärzte mit den Psychotherapeuten um. Da geht es weder um Respekt noch um vernunftorientierte Argumentation, sondern nur um die eigenen Interessen und sonst auch rein gar nichts. Genau dieser Eindruck wird in der hier geführten Diskussion bestätigt.

Fakt ist doch der: Ärzte verdienen doch sowieso deutlich mehr als Psychotherapeuten, darum geht es doch gar nicht, das Problem besteht darin, dass die Psychotherapeuten weit untern dem liegen, was ihnen GESETZLICH zusteht und alle Gerichtsurteile ignoriert werden. Insofern "fühlen" wir uns nicht übergangen sondern wir sind es definitiv und das ist nicht ok.

Sogar Herr Köhler sagte einmal in einer Veranstaltung zu den ärztlichen Kollegen "nun lasst doch mal die armen Psychotherapeuten in Ruhe". Selbst wenn die gesamten Psychotherapeuten doppelt so viel Geld verdienen würden wie gegenwärtig, würde sich das auf den Ertrag der ärztlichen Kollegen so gut wie gar nicht auswirken. Sehr geehrte Ärzte, sie sollten sich mit ihrer gesamten Argumentation wirklich schämen - und um die Patienten geht es hier ja von ihrer Seite aus sowieso nicht mehr. zum Beitrag »
[13.03.2014, 15:06:34]
Dipl.-Psych. Wolfgang Ebers 
Äpfel und Birnen sind Obst ...
Eigentlich bin ich es seit nun 25 Jahren meiner Tätigkeit leid, selbstverliebte, ignorante Sichtweisen mancher, sich zudem meist immer noch unterbezahlt fühlender Äezte zu kommentieren. Psychologische Psychotherapeuten "fühlen" sich nicht nur benachteiligt, sondern sie sind es auch: vor allem was die Honorierung Ihrer Tätigkeit angeht, aber auch die immer auch noch vorhandene, fast diskriminierend anmutende, Nicht-Akzeptanz psychotherapeutischer Arbeit bei manchen ärztlichen Kollegen. Dabei sind wir (die PP+KJP)als Mitkämpfer bei Hausärzten (und neben diesen die größte Anzahl in der KV), Psychiatern wie Kinder- und Jugendpsychiatern gern gesehen und eingefordert, wenn es aber darum geht, wenigstens bereits höchstrichterliche Urteile in Ihrer Umsetzung (BSG-Urteil)für die PP zu unterstützen, zeigen manche ärztliche "Kollegen" eine Mischung aus Machtgehabe und Ignoranz, Diskriminerungstendenzen und Unwissenheit - richtig verlässlich also.
Die Honorarfakten (übrigens im wesentlichen längst außerbudgetär - also nicht aus dem Facharzttopf) sind ganz öffentlich bei der Bundes KV einzusehen. Selbst die Kassen wissen längst, daß eine halbwegs ordentliche Honorierung für die genehmigte Psychotherapiestunde mindestens um € 110-120 liegen müßte (von daher auch verständlich, daß manche Ärzte PPn dann gerne anstellen würden). Das Märchen vom Arzt der für € 30 Pauschale /Quartal den (!) Patienten behandelt (die zusätzlichen Leistungen fallen eh nicht in`s Gewicht ;) ) nimmt inzwischen in der Öffentlichkeit eh keiner mehr ab - hält sich doch das Verarmungspotential der Ärzte bei 2000 - 3000 Scheinen/Quartal in Grenzen. Das fehlende Verständnis für psychotherapeutische Arbeit fehlt diesen Anachronisten: gipfeln doch Honorar-Widerspruchsbegründungen mancher Psychiater darin, sie würden für Ihren Patientenkurzkontakt nicht die entsprechende Honorierung wie bei Psychotherapeuten (bei denen 50min. noch mind. 50 min. sind !!!) pro Stunde finden.
Gott sei Dank gibt es bei viel Schatten aber auch leicht zunehmend viel Licht ...
Vielleicht gibt es ja irgendwann eine Zeit, daß wie ALLE erkennen, daß wir ALLE an einer ordentlichen Versorgung unserer Patienten interessiert sind und uns in unserer Vorstellung über ein funktionierendes Gesundheitssystem gegenseitig unterstützen bei einer für alle daran teilnehmenden Berufsgruppen angemessenem Honorar. zum Beitrag »
[13.03.2014, 12:20:01]
Dr. Clemens Krause 
Unwissenheit
Die Kommentare von Dr. Hollaender und Dr Wasserberg zeigen wie wenig sie über Psychotherapeuten Bescheid wissen. Psychotherapie zählt keineswegs zu den Kernkompetenzen der Psychiater, die sich für diese Tätigkeit ebenfalls qualifizieren müssen. Der Vorschlag Versorgungszulage um Psychologen anstellen zu können zeugt von einer gewissen Arroganz, die unter Ärzten teilweise leider immer noch anzutreffen ist. Herr Holländer wir Psychologischgen Psychotherapeuten wollen nicht Medizin studieren und als Ärzte arbeiten, wir wollen Psychologen sein und unsere Kompentenzen gleichberechtigt in die Versorgung von psychisch kranken Menschen einbringen und dafür angemessen bezahlt werden. Die Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten beträgt 5 Jahre nach einem Studium der Psychologie also in der Regel vergehen ebenfalls mindestens 10 Jahre bis zur Niederlassung. Die Qualifikation ist somit vergleichbar mit der eines Facharztes, allerdings sind die Ausbildungskosten eines Psychologischen Psychotherapeuten deutlich höher. Insofern ist eine vergleichbare Vergütung durchaus gerechtfertigt. zum Beitrag »
[13.03.2014, 11:13:33]
Dipl.-Psych. Lothar Eder 
Unglaublich ...
... was einem da von Seiten der Ärzte entgegenschlägt. Vielleicht sollten sich die Herren Dres. Hollaender et al. einmal gründlicher mit berufspolitischen Themen beschäftigen, dann würden sie nicht mehr so subkortikal vom "nichtärztlichen Psychotherapeuten" sprechen. Wie wäre es im Gegenzug mit dem Ehrentitel "nichtpsychologischer Psychotherapeut"? zum Beitrag »
[13.03.2014, 10:00:23]
Dr. Dejan Boskovic 
Müssen wir uns gegenseitig Zerfleischen?
Ich finde es niveaulos in eine solche Diskussion einzusteigen.
Was machten eigentlich die Psychotherapeuten im gleichen Honorartopf mit Fachärzten?????????
Ich respektiere diesen Beruf in höchstem Maße und gönne den Psychothereuten viel, viel, viel mehr Honorar!
Aber bitte nie mehr aus dem Facharzttopf! zum Beitrag »
[13.03.2014, 09:25:24]
Dr. Knut Hollaender 
Psychologen sind keine Ärzte
Wenn die Psychologen als Ärzte arbeiten wollen, sollten sie Medizin studieren. Die von den Psychologen gewünschten Tätigkeiten sind die Kernkompetenz der Psychiater, die genauso schlecht bezahlt werden.
Besser wäre man hätte - analog zu den Kinder- und Jungendpsychiatern - eine Versorgungszulage und könnte sich Psychologen anstellen. Dann ginge das mit der Therapie auch besser und schneller. zum Beitrag »
[13.03.2014, 09:01:50]
Dr. jens wasserberg 
Notdienst und PT
Es ist ärztliche Pflicht, am allgemeinen Notdienst teilzunehmen und nicht an einem fachspezifischen ND. Somit wären die PT bei analoger Behandlung zu allen Ärzten an einem allgemeinen Notdienst zu beteiligen, wie auch der Pathologe zum allgemeinen Notdienst verpflichtet ist. Sich auf einen Notdienst im eigenen Bereich zu reduzieren, wird der aktuellen Rechtssprechung nicht gerecht. Den nichtärztlichen PT fehlt dazu jedoch die ärztliche Ausbildung, weswegen sie nicht mit Ärzten vergleichbar sind. Das ist sicherlich kein Manko, macht aber in meinen Augen einen durchaus eindeutigen Unterschied dieser beiden Gruppen aus. Neben der Dauer der Ausbildung, die ja offenbar laut Aussage der PT ebenfalls different ist, ergeben sich somit bereits zwei klare Unterscheidungskriterien zwischen Ärzten und nichtärztlichen PT.
Dies schlicht festzustellen dürfte wohl nicht als 'Unwahrheit' durchgehen.  zum Beitrag »
[13.03.2014, 07:29:32]
Gerhard Leinz 
Keine Unwahrheitenverbreiten
Der Kollege Wasserberg sollte keine Unwahrheiten verbreiten. Auch Psychologische Psychotherapeuten müssen mindestens 5 Jahre vor der Ausbildung zum psychologischen Psychotherapeuten studieren. Während der Ausbildung verdienen die meisten als Psycholog. im Praktikum anders als Assistenzärzte kein Geld. Wenn es nach der Dauer der Ausbildung ginge.. wäre Herr Wasserberg klaglos bereit zu akzeptieren, das Doppelfachärzte mehr Geld verdienen?
Was den Notdienst anbelangt: Gute Sitte ist, diesen auch zu bezahlen. Der Notdienst der Psychotherapeuten wäre das schnelle Erstgespäch und die Krisenintervention. Hier ist das Manko: Wer als Psychotherapeut für schnelle Ertsgespräche zur Verfügung steht wird (Honoaramäßig) abbestraft. Hier setzt die Iniatiative der Psychotherapeutenkammer an. Das ist gut so. Psychotherapeuten sollten nicht nur in die Kammer "Antragspsychotherapie" eingesperrt bleiben sondern die Gelegenheit bekommen sich an der frühen Erstversorgung psychischer Störungen zu beteiligen. Herr Kollege bekommen Sie jetzt Angst um Ihr Honorar? Ich habe (als Fachärztlicher Psychotherapeut) das gelernt: So ist es unter Ärzten: Wenn es um Geld ist niemand bereit objektive Zahlen zu akzeptieren. Objektiv geben die Krankenkassen für ambulante Zahnbehandlung 11 Milliarden jährlich aus, 28 Milliarden für den Appendix der Zähne, dem Körper, davon 1,5 Milliarden für Psychotherapie.. Wie lange werden Zahnärzte ausgebildet? Wieviel verdienen Zahnärzte?? Man findet keine Zahlen darüber im Internet. Warum wohl? Wären Sie Herr Wasserberg genauso bereit die Zahnärzte "unter die Lupe" zu nehmen wie die Psychotherapeuten??

Gerhard Leinz
Facharzt für Psychosomatische Meizin und Psychotherapie
Facharzt für Psychiatrie zum Beitrag »

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