Ärzte Zeitung online, 13.03.2014

Berufshaftpflicht

Gröhe kündigt Hilfe für Hebammen an

Die Berufshaftpflichtversicherung für Hebammen in der Geburtshilfe wird immer teurer, viele Versicherer bieten keine Tarife mehr an. Bundesgesundheitsminister Gröhe will kurzfristig einen Ausweg finden.

BERLIN. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) will die Berufshaftpflichtprobleme der Hebammen rasch in Angriff nehmen. Er sei bereits in Gesprächen mit Hebammenverbänden, Versicherern und dem GKV-Spitzenverband, teilte er am Mittwoch dem Gesundheitsausschuss im Bundestag mit.

Das Problem: Die rund 3500 freiberuflich in der Geburtshilfe tätigen Hebammen müssen für ihre Berufshaftpflichtversicherung immer mehr bezahlen. Viele Versicherer haben sich bereits aus dem Markt zurückgezogen oder dies angekündigt.

Gröhe nannte vor dem Ausschuss zwar noch keine konkreten Lösungen, Versicherer seien aber aufgefordert, zeitnah einen oder mehrere stabile Gruppentarife sicherzustellen, hieß es in einer Mitteilung. Zudem sollen sich die Krankenkassen an den erhöhten Prämien beteiligen.

So könnte man Zeit für eine langfristige Lösung gewinnen, sagte Gröhe. Für April werde ein Bericht erwartet, der auch zu juristischen Fragen zur Lage der Hebammen Stellung nimmt.

Kürzlich hatten vier Bundesländer eine schnelle Lösung für die Hebammen gefordert. (jvb)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Weiterbildung auch mit Kind zügig möglich - im Verbund!"

Eine strukturierte Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt für die "Ärzte Zeitung" auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »