Ärzte Zeitung App, 06.11.2014

Berlin

Kammer sorgt sich um die Wahlbeteiligung

Zuletzt haben sich weniger als vier von zehn Ärzten an der Kammerwahl beteiligt.

BERLIN. Die Ärztekammer Berlin hofft auf eine rege Beteiligung an der aktuellen Kammerwahl, die noch bis 5. Dezember läuft. Bereits seit langem nutzt nicht einmal die Hälfte der Ärzte in der Hauptstadt ihr Recht auf Mitbestimmung in wichtigen Kammerangelegenheiten von Ärzteversorgung bis Weiterbildung.

Die Wahlbeteiligung stagnierte bei den letzten beiden Wahlen 2010 und 2006 zwischen 38 und 39 Prozent.

In diesem Jahr treten insgesamt sechs Listen zur Kammerwahl an. Das ist eine weniger als bei der letzten Wahl im Jahr 2010.

Der langjährige Kammerpräsident Dr. Günther Jonitz stellt sich als Spitzenkandidat des Marburger Bunds (MB) erneut zur Wahl. Mit 58 Kandidaten ist die MB-Liste die zweitstärkste. Mehr Kandidaten umfasst nur die Liste der Fraktion Gesundheit, die im Wahlkampf auf die Nennung einzelner Kandidaten verzichtet.

Sie stellt in der Kammerversammlung traditionell die Opposition gegen das Vorstands-Bündnis aus MB, Allianz mit Hartmannbund und Hausärzten. Kleinste Liste mit sechs Wahlbewerbern ist die Liste Niedergelassene Ärzte, die zum dritten Mal zur Kammerwahl antritt.

Etwas geschwächt stellt sich die Liste Allianz Berliner Ärzte wieder zur Wahl. In ihr waren bislang NAV-Virchowbund, Hartmannbund und Medi Verbund zusammengeschlossen. Doch der Hartmannbund tritt in diesem Jahr mit einer eigenen, 28 Kandidaten umfassenden Liste an.

Die Allianz Berliner Ärzte bildet in der aktuellen Kammerversammlung mit 15 von insgesamt 45 Delegierten die stärkste Fraktion. Sie stellt seit vielen Wahlperioden den Vizepräsidenten der Berliner Kammer, Dr. Elmar Wille. Er tritt erneut als Spitzenkandidat von insgesamt 36 Kandidaten auf der Liste an.

Nicht mehr dabei ist das Vorstandsmitglied der KV Berlin, Burkhard Bratzke, das für die Allianz in die aktuelle Kammerversammlung delegiert ist. Auch die KV-Chefin Dr. Angelika Prehn kandidiert nicht mehr.

Sie sitzt derzeit noch für die Hausarztliste in der Kammerversammlung. Die neue Liste des Hausärzteverbands umfasst 14 Kandidaten mit Verbands-Chef Dr. Wolfgang Kreischer an der Spitze. (ami)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »