Ärzte Zeitung, 12.11.2014

Bayern

Geis als Hausarztchef bestätigt

MÜNCHEN. Der Vorsitzende des Bayerischen Hausärzteverbandes (BHÄV), Dr. Dieter Geis, ist bei der Delegiertenversammlung am Wochenende in Nürnberg im Amt bestätigt worden.

Neuer erster stellvertretender Vorsitzender wurde Dr. Markus Beier, der vom bisherigen Amtsinhaber Dr. Jakob Berger dafür vorgeschlagen worden war. Er wolle den Weg für einen jüngeren Kollegen frei machen, "damit wir auch in vier Jahren gut aufgestellt sind", sagte Berger, der zum zweiten stellvertretenden Vorsitzenden gewählt wurde.

Beier ist 44 Jahre alt und seit 2006 als Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin in Erlangen niedergelassen. Im Amt bestätigt wurden Schatzmeister Dr. Jürgen Büttner und Schriftführerin Dr. Petra Reis-Berkowicz.

In einer Entschließung lehnten die Delegierten die Regelung im Entwurf des Versorgungsstärkungsgesetzes mit großer Mehrheit ab, wonach die KVen künftig verpflichtet werden sollen, frei werdende Arztsitze aufzukaufen. Auch die geplante Vorschrift, Praxen in formell überversorgten Gebieten nicht mehr nachzubesetzen, hält der BHÄV für falsch.

Stattdessen forderten die Delegierten, die Kriterien von Über- und Unterversorgung in der Bedarfsplanung zu überarbeiten. Es bestehe die Gefahr, dass einer Fehlentwicklung Vorschub geleistet wird und künftig Patienten in vermeintlich überversorgten Gebieten ebenfalls von einer medizinischen Unterversorgung bedroht werden, hieß es zur Begründung. (sto)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Adiopositas-Op nötig, aber Kasse will nicht zahlen

Wenn der Antrag eines Adipositas-Patienten auf eine bariatrische Operation abgelehnt wird, bringt das Ärzte in eine schwierige Situation. Denn oft verschlechtert sich der Zustand des Betroffenen. mehr »

9 wichtige Forderungen, Analysen, Informationen

Fleißige Delegierte: In Freiburg wurde wieder eine große Palette an Themen abgearbeitet. mehr »

Immer mehr Nichtraucher erkranken an Lungenkrebs

In US-Kliniken tauchen immer häufiger Nichtraucher mit Lungenkrebs auf, vor allem Frauen sind betroffen. Das könnte am Passivrauchen liegen. mehr »