Ärzte Zeitung App, 11.12.2014

Baden-Württemberg

Kammerwahl: MB behauptet sich in Bezirken

Medi-Verbund und Hausärzteverband zeigen sich zufrieden, mögliche Koalitionen seien offen.

STUTTGART. Der Marburger Bund hat bei der Kammerwahl in Baden-Württemberg in allen vier Bezirken die meisten Stimmen auf sich vereinigen können.

Das stärkste Ergebnis erzielte der MB in Nordbaden mit 31,48 Prozent. In Südwürttemberg entfielen 29 Prozent der Stimmen auf den MB, in Südbaden waren es knapp 25,6, in Nord-Württemberg 24,2 Prozent.

In Nordbaden fuhr die von Medi mitgetragene Liste "Gemeinsame Zukunft: Gemeinschaftsliste niedergelassener Haus- und Fachärzte" mit 27,7 Prozent das beste Ergebnis ein. Geringere Stimmanteile erhielt die Liste in Nordwürttemberg (20,7), Südwürttemberg (10,8) und in Südbaden (10,5 Prozent).

Die Hausarztliste erzielte in Nord-Württemberg rund 13 Prozent, in Südbaden 14,7, in Nordbaden knapp 14,2 Prozent. Das stärkste Ergebnis verbuchte die Liste in Südwürttemberg mit 16,3 Prozent.

Komplexes Wahlverfahren im Südwesten

Im komplexen Wahlverfahren im Südwesten entscheiden die Ergebnisse in den Wahlbezirken nicht allein über die Zusammensetzung der Vertreterversammlungen - im Gegenteil.

Beispiel Südwürttemberg: Dort setzt sich die VV aus 22 in den Wahlbezirken und 43 in den Wahlkreisen gewählte Vertreter zusammen. Hinzu kommen zwei Repräsentanten der Universitäten.

Mehr als nur ein Zünglein an der Waage werden regional starke Listen sein, wie zum Beispiel die Liste "Unabhängige niedergelassene, angestellte und beamtete Ärzte", die knapp 14 Prozent in Nordbaden erzielte.

Ähnlich stark ist in Südwürttemberg die Liste "Unabhängige Ärzte/GNS" mit 14,4 Prozent.

Die Wahlbeteiligung ist nach Angaben der Landesärztekammer noch nicht in allen Bezirken ermittelt worden. Bekannt ist der Wert für Südwürttemberg: Dort stieg die Beteiligung von 36,8 auf 40,7 Prozent.

Medi-Chef Dr. Werner Baumgärtner zeigte sich mit dem Wahlergebnis insgesamt "zufrieden".

In Nord-Württemberg erwartet er stabile Verhältnisse - dort wird der Präsident der Bezirksärztekammer bisher von Seiten der niedergelassenen Ärzte gestellt. Die potenziellen Koalitionsverhältnisse in der Vertreterversammlung der Landesärztekammer nennt Baumgärtner "offen".

Trotz geringer Wahlbeteiligung zufrieden

Der Hausärzteverband zeigte sich mit dem Ausgang der Abstimmung "trotz geringer Wahlbeteiligung zufrieden".

Über mögliche Koalitionen in der Vertreterversammlung ließen sich gegenwärtig "noch keine Aussagen treffen", sagte Verbandssprecher Manfred King der "Ärzte Zeitung".

Am 7. Februar 2015 werden die aus den Wahlen hervorgegangenen Bezirksvertreter sich zu ihrer konstituierenden Versammlung treffen.

Dort werden unter anderem die Mitglieder der Vertreterversammlung der Landesärztekammer sowie die Delegierten zum Deutschen Ärztetag gewählt. Auf Landesebene kommt die Vertreterversammlung am 28. Februar zum ersten Mal zusammen. (fst)

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