Ärzte Zeitung, 24.04.2015

Nordrhein

Pädiater warnen vor Reform des Notdienstes

KÖLN. In Nordrhein warnen Kinderärzte vor einer Ausdünnung des pädiatrischen Notdienstes. Die geplante Reform des Notfalldienstes werden die Kinderärzte nur dann mittragen, wenn die Zahl der pädiatrischen Notdienstpraxen an den tatsächlichen Bedarf angepasst werden kann, sagt der Vorsitzende des nordrheinischen Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte Dr. Thomas Fischbach.

Die Eckpunkte für die Reform sehen mindestens 15 Notdienstpraxen für Kinder und Jugendliche vor. Die Vertreterversammlung der KV Nordrhein (KVNo) hatte allerdings beschlossen, dass in großen Bezirken zusätzlich Dependancen mit eingeschränkten Kernöffnungszeiten eingerichtet werden können. "Das bleibt für uns die Conditio sine qua non", betont Fischbach.

An der Sachlage hat sich seit der Vertreterversammlung nichts verändert. In der öffentlichen Berichterstattung über die Reform ist aber häufig die Rede davon, dass es neben 41 allgemeinen ärztlichen Notdienstpraxen, 15 für Kinderärzte und je acht für Augen- und für HNO-Ärzte geben wird. Die Kinderärzte fürchten offenbar, dass auf diesem Weg Fakten geschaffen werden könnten. (iss)

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