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Ärzte Zeitung, 19.05.2015

Westfalen-Lippe an Bord

Gruppe KBV-kritischer KVen gewinnt fünftes Mitglied

KÖLN. Die Freie Allianz der Länder-KVen (FALK) hat Zuwachs bekommen: Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) ist seit 1. Mai Mitglied des Zusammenschlusses.

Gerade bei versorgungspolitischen Themen gebe es eine breite Übereinstimmung mit FALK, begründet der KVWL-Vorsitzende Dr. Wolfgang-Axel Dryden den Schritt.

FALK wurde im Jahr 2011 von den KVen in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern gegründet. Aus der ursprünglichen Opposition gegen das KBV-Establishment ist eine inhaltliche Zusammenarbeit geworden.

"Bei Themen wie der Abschaffung der Richtgrößen-Prüfungen, einer neuen Konzeption der Verordnungs-Steuerung und der Sicherstellung haben wir viele gemeinsame Positionen", erläutert Dryden. Das Engagement der KVWL bei LAVA (Länderübergreifender Angemessener Versorgungsanspruch) sei davon nicht betroffen.

"Wir sind der Überzeugung, dass man beides miteinander verbinden kann." Für die LAVA-KVen steht der Einsatz für mehr Honorargerechtigkeit im Vordergrund. "Da werden wir am Ball bleiben", betont der KVWL-Chef.

Er gehört zu den Kritikern des Verhaltens von KBV-Chef Dr. Andreas Gassen beim Thema ASV und der Rolle des Spitzenverbands der Fachärzte. "Die aktuellen Auseinandersetzungen in der KBV waren sicherlich ein Anlass für die Mitgliedschaft bei FALK, aber nicht die Ursache." (iss)

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