Ärzte Zeitung, 22.07.2015

Kinderpsychiater

"GBA-Beschluss Meilenstein der Früherkennung"

KÖLN. Kinder- und Jugendpsychiater bewerten die neue Kinder-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses positiv, die voraussichtlich Anfang 2016 in Kraft treten wird.

Sie sei ein "Meilenstein für die Früherkennung emotionaler und sozialer Entwicklungsauffälligkeiten", teilt der Berufsverband für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie in Deutschland mit.

Bislang konzentriere sich die Früherkennung bei Kindern auf die körperliche, motorische und sprachliche Entwicklung, sagte Vorstand Dr. Christa Schaff. "Künftig wird der Kinderarzt auch die emotionale, kognitiv-perzeptive und psychosoziale Entwicklung beurteilen."

Schaff begrüßt, dass die Interaktion des Kindes mit der Hauptbezugsperson Teil der U-Untersuchungen wird und die Eltern zu besonderen Problemen beraten werden sollen.

Kritisch sieht es der Verband, dass die Richtlinie bestimmte Erkrankungen der Eltern wie Depressionen oder Suchterkrankungen nicht als Risikofaktoren benennt. (iss)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

KBV-Chef Gassen bleibt, Feldmann geht

Vorauseilender Gehorsam? Nein danke! Die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung beschließt eine neue Satzung und zielt damit auf Minister Gröhes KBV-Gesetz. mehr »

Warum strampeln wirklich das Herz schützt

Eine Studie ergibt: Wer regelmäßig mit dem Fahrrad statt mit dem Auto oder Bus zur Arbeit fährt, senkt sein kardiovaskuläres Risiko. Doch die Forscher fanden auch Ungereimheiten. mehr »

Schaden Eltern damit ihren Kindern?

Was geht in den Köpfen von Kindern vor, wenn sie erfahren, dass der Weihnachtsmann nicht existiert? Forscher sind sich uneinig: Ist der Mythos gut oder schlecht für die kindliche Entwicklung? mehr »