Ärzte Zeitung, 22.07.2015

Kinderpsychiater

"GBA-Beschluss Meilenstein der Früherkennung"

KÖLN. Kinder- und Jugendpsychiater bewerten die neue Kinder-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses positiv, die voraussichtlich Anfang 2016 in Kraft treten wird.

Sie sei ein "Meilenstein für die Früherkennung emotionaler und sozialer Entwicklungsauffälligkeiten", teilt der Berufsverband für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie in Deutschland mit.

Bislang konzentriere sich die Früherkennung bei Kindern auf die körperliche, motorische und sprachliche Entwicklung, sagte Vorstand Dr. Christa Schaff. "Künftig wird der Kinderarzt auch die emotionale, kognitiv-perzeptive und psychosoziale Entwicklung beurteilen."

Schaff begrüßt, dass die Interaktion des Kindes mit der Hauptbezugsperson Teil der U-Untersuchungen wird und die Eltern zu besonderen Problemen beraten werden sollen.

Kritisch sieht es der Verband, dass die Richtlinie bestimmte Erkrankungen der Eltern wie Depressionen oder Suchterkrankungen nicht als Risikofaktoren benennt. (iss)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Vier von zehn Diabetes-Fälle ließen sich verhindern

Durch Abspecken von drei bis sechs Kilo in der Bevölkerung ließen sich 40 Prozent der Diabetesfälle verhindern. mehr »

Patientenakte wird zum Herzstück der Digitalisierung

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe will bei der Digitalisierung weiter aufs Tempo drücken. Die elektronische Patientenakte wird dabei zum Motor der Vernetzung. mehr »

Lücken in der Hausarztmedizin wachsen

Gegenläufige Trends kennzeichnen die Bundesärztestatistik für 2016: Die Zahl der Ärzte erreicht ein neues Rekordhoch. Doch der Zuzug ausländischer Ärzte kompensiert die Probleme der Überalterung kaum. mehr »