Ärzte Zeitung, 04.03.2016

Ranking

Neun KV-Chefs legten 2015 beim Gehalt eine Schippe drauf

Die KBV-Vorstände bleiben beim Gehalt an der Spitze, in Mecklenburg-Vorpommern regiert Bescheidenheit - das Gehaltsranking für 2015 im Überblick.

Von Florian Staeck

gehalt-AH.jpg

BERLIN. Neun KV-Vorstandschefs sind im vergangenen Jahr mit höheren Vergütungen als 2014 nach Hause gegangen. Das geht aus der Pflichtveröffentlichung im Bundesanzeiger hervor. Führend im Gehaltsranking bleibt KBV-Chef Dr. Andreas Gassen. Seine Bezüge sind 2015 um 4770 auf 336.192 Euro gestiegen. Seine Vorstandskollegin Regina Feldmann konnte sich über eine um 7896 Euro höhere Vergütung freuen und trug 324.066 Euro nach Hause.

Unter den regionalen KV-Chefs bleibt Dr. Wolfgang Krombholz in Bayern Spitzenverdiener mit 279.582 Euro plus einer Fahrtkostenerstattung von 8640 Euro. Sein Gehalt legte im abgelaufenen Jahr um 6813 Euro im Vergleich zu 2014 zu, gleiches galt für seinen Stellvertreter Dr. Pedro Schmelz.

Unverändert geblieben sind die Bezüge von Sachsens KV-Chef Dr. Klaus Heckemann. Sein Grundgehalt liegt wie 2014 bei 264.000 Euro. Der Stellvertreterposten wurde Dr. Claus Vogel wie im Jahr zuvor mit 240.000 Euro dotiert.

 Konstant geblieben sind die Bezüge auch in weiteren KVen (Angaben jeweils für die Vorstandsvorsitzenden): Nämlich in Niedersachsen (262.500), Baden-Württemberg (258.800 Euro), Nordrhein (248.000 Euro), Hessen und Hamburg (jeweils 240.000 Euro) sowie dem Saarland (222.000 Euro). In Rheinland-Pfalz erhöhten sich nur die Bezüge der Stellvertreter. Das Gehalt von KV-Chefin Sigrid Ultes-Kaiser blieb mit 245.000 Euro konstant.

In Brandenburg erhöhten sich die Bezüge für KV-Chef Dr. Hans-Joachim Helming um 3942 Euro auf 229.186 Euro. Deutlich stärker fiel der Vergütungszuwachs bei Bremens Vorstandschef Dr. Jörg Hermann aus: Statt 207.145 Euro (2014) fuhr er mit 219.004 Euro nach Hause, das Plus von 11.859 Euro entspricht einer Erhöhung um 5,7 Prozent.

Geringer fiel der Anstieg der Bezüge etwa in Sachsen-Anhalt aus. Dort standen für KV-Chef Dr. Burkhard John am Ende des Jahres 2015 230.609 Euro auf dem Gehaltszettel, 4300 Euro mehr als 2014.

Rund doppelt so hoch fiel der Anstieg für Schleswig-Holsteins KV-Chefin Dr. Monika Schliffke aus. Mit 239.948 Euro wurde ihre Tätigkeit entgolten, 8260 Euro mehr als noch 2014.

In Thüringen fiel der Zuwachs mit 6000 Euro etwas geringer aus. Dr. Annette Rommel als KV-Chefin erhielt im vergangenen Jahr Bezüge in Höhe von 226.000 Euro.

 In Westfalen-Lippe standen für KV-Chef Dr. Wolfgang-Axel Dryden am Jahresende 247.500 Euro zu Buche, 7500 Euro mehr als 2014.

Statistisch verzerrt ist der starke Vergütungszuwachs in Mecklenburg-Vorpommern. Dort hatte Axel Rambow 180.000 Euro auf dem Gehaltszettel - 15.000 Euro mehr als 2014. Allerdings hatte er sein Amt erst am 1. Februar 2014 angetreten.

Zum Vergleich: Unter den Kassenchefs führte Dr. Jens Baas, Chef der Techniker Kasse, im Jahr 2014 mit 297.000 Euro das Gehaltsranking an. Dr. Doris Pfeiffer, Chefin des GKV-Spitzenverbands, verdiente damals 242.500 Euro. Die Zahlen für 2015 werden in Kürze veröffentlicht.

[04.03.2016, 06:55:36]
Marc Hakman 
Für die Mitglieder sind die Arbeitgeberkosten
viel wichtiger. Das Gehalt füttert, leider zurecht, nur die Neiddebatte.

An die Redaktion: Sind diese Kosten bekannt? zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Aus für größte deutsche Krebsstudie

Die Prostatakrebsstudie PREFERE wird vorzeitig beendet. Der Grund für das Aus der bislang größten deutschen Krebsstudie ist die geringe Zahl der eingeschriebenen Patienten. mehr »

Frauen morden anders als Männer

Intimizid nennt man die Tötung eines Geliebten oder Partners. Frauen gehen dabei anders vor als Männer, so die Analyse eines forensischen Psychiaters. Dabei außerdem interessant: der Anteil psychisch aufffälliger Täter und Täterinnen. mehr »

Ein bisschen Verrohung

Student Philipp Humbsch sagt in seinem "Ärzte Zeitung"-Blog: Ein bisschen Verrohung durch den Präpkurs schadet nicht. Denn nur so können Studenten das Mysterium Mensch entschlüsseln - und werden gute Ärzte. mehr »