Ärzte Zeitung, 17.03.2016

Bayern

KV sieht große HVM-Akzeptanz

MÜNCHEN. Die Zahl neuer Widersprüche im Zusammenhang mit der Honorarverteilung geht in Bayern seit Jahren zurück. Das ist nach Ansicht der KV Bayerns (KVB) vor allem auf die große Akzeptanz des Honorarverteilungsmaßstabs (HVM) bei Ärzten zurückzuführen.

Der HVM, der 2013 beschlossen und seitdem fast unverändert fortgeschrieben wurde, sieht feste Fachgruppentöpfe vor und berücksichtigt spezielle Bedürfnisse einzelner Fachgruppen, sagte KVB-Vizevorstand Dr. Pedro Schmelz bei der Vertreterversammlung.

Er gewähre Planungs- und Kalkulationssicherheit, stelle einen direkten Bezug zur Leistung her und verhindere die übermäßige Leistungsausdehnung. Die rückläufige Entwicklung bei den Widersprüchen zeige, dass der HVM akzeptiert werde, so Schmelz.

Zugleich sei es in den vergangenen Jahren gelungen, den Berg alter Widersprüche von über 40.000 im Jahr 2011 auf aktuell 1365 im Dezember 2015 abzubauen. Die Widersprüche von Psychotherapeuten sind in den Zahlen allerdings nicht enthalten, räumte Schmelz ein. (sto)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »