Ärzte Zeitung online, 08.04.2016

Innovationsfonds

GBA beschließt Kriterien

Der Innovationsausschuss des Gemeinsamen Bundesausschusses hat am Donnerstag die Kriterien und Schwerpunkte für die erste Förderwelle des Innovationsfonds beschlossen.

BERLIN. Die beschlossenen Kriterien sind Basis für die Förderanträge für Versorgungsprojekte und Versorgungsforschung.

Auf dieser Basis können sich ab Montag Akteure aus dem Gesundwesen bewerben. Die KBV hat angekündigt, sich mit zunächst zwei Projekten zu bewerben: einem Modell zur integrierten Versorgung für psychisch kranke Menschen, das als Blaupause in der KBV-Vertragswerkstatt erarbeitet worden ist, und mit einer Strategie zum rationalen Einsatz von Antibiotika.

Beide Projekte gelten als versorgungspolitisch relevant: Die Versorgung psychisch Kranker gilt als defizitär - bei steigender Inzidenz der Krankheiten und inzwischen hoher Belastung durch Arbeitsunfähigkeit.

Das Projekt zur rationalen Antibiotikatherapie, das mit zwölf KVen realisier werden soll, korrespondiert mit der Strategie der Bundesregierung und der WHO gegen Antibiotikaresistenzen.

Der Innovationsfonds umfasst bis 2019 jährlich Mittel von jeweils 300 Millionen Euro zur Finanzierung von Leistungen, die nicht Gegenstand der Regelversorgung sind. Davon sind 25 Prozent für die Evaluation und Versorgungsforschung reserviert.

Anträge können auch Berufsverbände oder Praxisnetze stellen. (HL)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »