Ärzte Zeitung, 04.08.2016

Saarland

154 VERAHs arbeiten bereits in den Praxen

SAARBRÜCKEN. Die Fortbildung von Medizinischen Fachangestellten (MFA) zu "Versorgungsassistentinnen in der Hausarztpraxis" (VERAH) scheint sich im Saarland zu einem Renner zu entwickeln.

Wie die KV mitteilte, werden in 125 saarländischen Hausarztpraxen inzwischen 154 ausgebildete und angehende "VERAHs" beschäftigt. 122 von ihnen haben die Fortbildung abgeschlossen.

Saarland bundesweit an Spitze bei "VERAH-Dichte"

Wie der KV-Vorsitzende Dr. Gunter Hauptmann erklärte, sei das Saarland bezogen auf die Einwohner-Zahl bei der "VERAH-Dichte" bundesweit mit an der Spitze. Die MFA seien "hoch motiviert" sich weiterzubilden, zumal sich ihnen bessere Verdienstmöglichkeiten böten.

Zum Start waren nach KV-Angaben über 50 Praxen auch finanziell gefördert worden. Dort hatten KV und das Land je zur Hälfte die rund 1.800 Euro Fortbildungskosten übernommen. Der saarländische Gesundheitsstaatssektretär Stephan Kolling (CDU) sprach von einem "Erfolgsmodell".

"Die VERAHs sind aus der Versorgungslandschaft gerade mit Blick auf den demografischen Wandel nicht mehr wegzudenken", so Kolling.

Die Versorgungsassistentinnen seien "ein wichtiger Baustein, um die Versorgung der Patienten in der Fläche zu organisieren", meinte KV-Chef Hauptmann. Er gab als Ziel 300 bis 400 VERAHs im Saarland an. (kin)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Neuroprothese lässt Gelähmten wieder zugreifen

Eine Neuroprothese ermöglicht einem Tetraplegiker, mit einer Gabel zu essen. Sein Hirn wird dabei per Kabel mit Muskeln in Arm, Hand und Schulter verbunden. mehr »

Mord und Totschlag in deutschen Kliniken?

Eine umstrittene Studie zu lebensbeendenden Maßnahmen in Kliniken und Pflegeheimen erhitzt die Gemüter. mehr »

KBV und Psychotherapeuten kritisieren Honorarbeschluss

BERLIN. Der erweiterte Bewertungsausschuss hat am Mittwochnachmittag gegen die Stimmen der KBV einen Beschluss zur Vergütung der neuen psychotherapeutischen Leistungen gefasst. mehr »