Ärzte Zeitung, 26.09.2016

Schleswig-Holstein

Enttäuschende Beteiligung an KV-Wahl

BAD SEGEBERG. Die neue Abgeordnetenversammlung der KV Schleswig-Holstein besteht künftig aus 19 Ärzten aus dem hausärztlichen und 17 aus dem fachärztlichen Bereich. Hinzu kommen vier Psychotherapeuten, die wegen ihrer gestiegenen Mitgliederzahl einen Sitz mehr als zuvor erhalten haben.

Damit bleibt es auch künftig bei einer insgesamt ausgewogenen Besetzung der Versammlung. In der aktuellen Versammlung sind 18 Haus- und 19 Fachärzte vertreten.

Enttäuschend für die KV ist vor allem die Wahlbeteiligung. Nur 57 Prozent der rund 5300 Mitglieder in der Nord-KV nutzten ihr Wahlrecht. Das sind noch einmal fünf Prozentpunkte weniger als bei der Wahl in 2010. Die KV hatte in den vergangenen Monaten mit einer breit angelegten Kampagne unter ihren Mitgliedern für die Wahl geworben und auf eine bessere Beteiligung gehofft.

Zu Wenig Frauen unter den Kandidaten

Unter den 40 Abgeordneten sind nur acht Frauen. Dies liegt nicht daran, dass Ärztinnen nicht gewählt wurden – es gab schlicht zu wenig Frauen unter den insgesamt 60 Kandidaten in den 15 Wahlkreisen.

Nur im Kreis Pinneberg erhielt eine Ärztin nicht genügend Stimmen für den Einzug in die Versammlung, in allen anderen Kreisen setzten sich die Frauen auch durch.Unter den Gewählten erhielt wie schon bei der vergangenen Wahl Laborarzt Dr. Andreas Bobrowski aus Lübeck die meisten Stimmen. Auch die beiden Vorsitzenden der Abgeordnetenversammlung, Dr. Christian Sellschopp aus Kiel und sein Stellvertreter Dr. Uwe Bannert aus Bad Segeberg, sind erneut dabei.

Vorsitz wird am 18. Januar 2017 gewählt

14 gewählte Abgeordnete werden in der neuen Legislaturperiode neu dabei sein. Neu ist unter anderem der Berufsverbandsvorsitzende der Augenärzte, Dr. Bernhard Bambas. Erneut vertreten sind die Vorsitzenden des Berufsverbandes der Hausärzte, Dr. Thomas Maurer, und des Berufsverbandes der Frauenärzte, Dr. Doris Scharrrel.

Die konstituierende Versammlung der KV Schleswig-Holstein findet am 18. Januar 2017 statt, dann wird auch der Vorsitz gewählt. Entkoppelt ist davon die Wahl des hauptamtlichen KV-Vorstands, die erst für Februar 2018 vorgesehen ist. (di)

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