Ärzte Zeitung, 07.05.2008

Pflege-Ausgaben in der EU werden stark steigen

BRÜSSEL (spe). Die durchschnittlichen öffentlichen Ausgaben für die Langzeitpflege alter Menschen in der Europäischen Union werden sich bis zum Jahr 2050 voraussichtlich verdoppeln. Dies geht aus Berechnungen der EU-Kommission hervor.

Der Anteil am Bruttoinlandsprodukt für Leistungen der Langzeitpflege läge demnach im Jahre 2050 bei 1,6 bis 2,3 Prozent. Derzeit sind es rund 0,8 Prozent. Die Kommission schätzt, dass dann fast 50 Millionen Menschen über 80 Jahre alt sein werden. Im Jahr 2004 waren es 18 Millionen. Auch glauben die meisten Menschen, irgendwann auf Langzeitpflege angewiesen zu sein.

Nach einer Umfrage der Kommission unter 28 600 Bürgern in EU-Ländern halten dies 13 Prozent für unvermeidlich, 32 Prozent für wahrscheinlich und 29 Prozent für möglich. 86 Prozent der Befragten gaben zudem an, im Bedarfsfall am liebsten von Angehörigen zu Hause gepflegt werden zu wollen. Nur acht Prozent würden einer Pflegeeinrichtung den Vorzug geben.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hohes Sterberisiko bei Ausbruch in der Adoleszenz

Wenn sich Typ-1-Diabetes in einem besonders vulnerablen Alter manifestiert, brauchen Betroffene viel Aufmerksamkeit. Sie haben ein hohes Risiko, an Komplikationen zu sterben. mehr »

100 Prozent Zustimmung

Die KBV-Vertreterversammlung präsentiert sich in neuer Einigkeit und richtet die Speere – wieder – nach außen. Klare Kante gegenüber dem Gesetzgeber und den Krankenhäusern. "Wir sind auf Kurs", meldete KBV-Chef Gassen. mehr »

Herz-Kreislauf-Risiko von Anfang an im Blick behalten!

Bei RA-Patienten sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die wichtigste Todesursache. Die aktuellen Therapiealgorithmen zielen nicht zuletzt darauf ab, die Steroidexposition zu begrenzen. mehr »