Ärzte Zeitung online, 02.06.2008

Gewalt gegen Ärzte: Chirurgen in Israel streiken aus Protest

TEL AVIV (dpa). Als Protest gegen gewalttätige Übergriffe auf Ärzte haben die israelischen Chirurgen am Sonntag einen eintägigen Streik begonnen. Israelische Medien berichteten, der Chirurgenverband habe dies als Reaktion auf den Angriff eines Patienten auf einen Chirurgen im Kaplan-Krankenhaus in Rechovot beschlossen. Am Sonntag, in Israel erster Tag der Arbeitswoche, sollten nur Notoperationen ausgeführt werden.

Am Mittwoch hatte ein Patient, der unzufrieden mit der Behandlung war, den 59-jährigen Chirurgen Marius Gay von hinten mit einem Schrauberzieher angegriffen und ihn mehrmals in den Rücken und den Hals gestochen.

Seine Frau Nina Gay, ebenfalls Ärztin in demselben Krankenhaus, berichtete, er sei schwer verletzt worden, auch an der Wirbelsäule, und es werde befürchtet, dass er teilweise gelähmt und damit arbeitsunfähig bleiben könnte.

In den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu Angriffen von Patienten oder Angehörigen auf Ärzte und anderes Krankenhauspersonal in Israel. Viele Mitarbeiter von Krankenhäusern fordern inzwischen Polizeischutz.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Künstliche Herzklappe raubt oft den Schlaf

Fast ein Viertel aller Patienten mit einer mechanischen Herzklappe klagt über Schlafstörungen. Die Ursache hat eine einfache Erklärung. mehr »

Das sind die Wünsche an die neue Weiterbildung

Am Freitag steht die Musterweiterbildungsordnung auf der Agenda des Deutschen Ärztetags. Wir haben dazu drei junge Ärzte und den BÄK-Beauftragen Bartmann befragt. mehr »

"Sportlich, unrealistisch, überkommen"

Am Donnerstagnachmittag debattiert der Deutsche Ärztetag über die GOÄ-Novellierung. Unsere Video-Reporter haben sich vorab dazu umgehört. mehr »