Ärzte Zeitung online, 01.07.2008

400 000 Engländer gaben seit Rauchverbot Glimmstängel auf

London (dpa). Mindestens 400 000 Menschen in England haben seit dem Inkrafttreten des Rauchverbots vor einem Jahr das Qualmen aufgegeben. Wie eine Studie des britischen Anti-Krebs-Verbandes und verschiedener Pharmaunternehmen zeigte, könnte das Rauchverbot in den kommenden zehn Jahren den Tod von 40 000 Menschen verhindern.

Noch nie hätten so viele Menschen mit dem Rauchen aufgehört, sagte Studienleiter Dr. Robert West vom University College in London. In England gilt seit dem 1. Juli 2007 ein striktes Rauchverbot in allen Gaststätten und öffentlichen Einrichtungen.

Für die Studie wurden mehr als 32 000 Raucher und Ex-Raucher im Zeitraum von neun Monaten vor und neun Monaten nach dem Rauchverbot befragt. In den neun Monaten vor dem Verbot gaben demnach 1,6 Prozent das Rauchen auf, in den neun Monaten danach 5,5 Prozent. West betonte, es sei durchaus realistisch, davon auszugehen, dass in den nächsten zehn Jahren weniger als 15 Prozent der Bevölkerung rauchten. Derzeit seien es 22 Prozent.

Eine Studie des britischen Gesundheitsministeriums zeigte ebenfalls, dass heute mehr Menschen nicht mehr rauchten: Mindestens 230 000 Menschen hörten demnach seit dem 1. Juli 2007 mit Unterstützung der öffentlichen Gesundheitsservices auf. Das seien 22 Prozent mehr als in den vorangegangenen zwölf Monaten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

Die neue Statistik der Bundesärztekammer liegt vor. Sie zeigt, wo die meisten Behandlungsfehler passierten und wie die Schlichterstelle meistens entschied. mehr »

Abstimmung über Trumps Gesundheitsreform verschoben

Die Republikaner haben nicht genügend Stimmen für die Abschaffung von "Obamacare" zusammen, verschieben die Abstimmung im Kongress. Trump muss warten - das kann ihm nicht schmecken. Aber das Weiße Haus macht Druck. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »