Ärzte Zeitung online, 01.07.2008

In niederländischen Coffeeshops ist nur noch Haschisch erlaubt

MAASTRICHT (dpa). Tabak ist in niederländischen Coffeeshops ab sofort tabu, stattdessen darf nach Herzens Lust weiterhin Haschisch geraucht werden. "Tabak geht nicht mehr, Haschisch schon noch, weil das nicht unters Tabakgesetz fällt", sagte am Dienstag ein Sprecher der Polizei Maastricht zum neuen Rauchverbot.

So werden voraussichtlich Wasserpfeifen und sogenannten Vaporizer, die Cannabis verdampfen lassen, immer häufiger in den Coffeeshops zu finden sein. Der Polizeisprecher erwarte allerdings nicht, dass die neue Regelung Auswirkungen auf die Zahl der deutschen Drogentouristen haben werde: "Die kommen ja fürs Haschisch, und da ändert sich nichts."

Zum Schutz der Nichtraucher gilt in den Niederlanden seit dem 1. Juli dieselbe Regelung wie in Deutschland: Geraucht werden darf in Gaststätten nur noch in abgetrennten Räumen. Da es sich bei den Coffeeshops meist um kleinere Lokale handelt, ist eine solche Aufteilung nur in den seltensten Fällen möglich. Dadurch ergibt sich die Kuriosität, dass man dort zwar Haschisch rauchen darf, aber keinen Tabak.

In den Niederlanden wird der Handel mit kleinen Mengen Haschisch und Marihuana nicht verfolgt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Adiopositas-Op nötig, aber Kasse will nicht zahlen

Wenn der Antrag eines Adipositas-Patienten auf eine bariatrische Operation abgelehnt wird, bringt das Ärzte in eine schwierige Situation. Denn oft verschlechtert sich der Zustand des Betroffenen. mehr »

9 wichtige Forderungen, Analysen, Informationen

Fleißige Delegierte: In Freiburg wurde wieder eine große Palette an Themen abgearbeitet. mehr »

Versorgungswerke sitzen auf 184 Milliarden Euro

Auf die Frage nach der Leistungsfähigkeit der Versorgungswerke tut sich die Bundesregierung mit dem Blick in die Glaskugel schwer. Die Anzahl der Rentenempfänger werde wohl weiter deutlich zunehmen. mehr »