Ärzte Zeitung, 24.07.2008

76 Millionen Frauen ungewollt schwanger

HANNOVER (dpa). Weltweit ist nach Angaben der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) Millionen Frauen der Zugang zu Verhütungsmitteln versperrt.

Allein in den Entwicklungsländern werden jährlich 76 Millionen Frauen ungewollt schwanger - das entspreche in etwa der Zahl, um die die Weltbevölkerung jährlich wachse. 200 Millionen Frauen würden gerne verhüten, wenn sie die Möglichkeit dazu hätten, teilte die Stiftung mit.

"In den Entwicklungsländern gehören Schwangerschaft und Geburt noch immer zu den Haupttodesursachen für Mädchen im Teenageralter." 1,2 Milliarden US-Dollar (760 Millionen Euro) pro Jahr seien nötig, um den bislang ungedeckten Bedarf an Verhütungsmitteln zu decken.

Das Bevölkerungswachstum findet zu 99 Prozent in Entwicklungsländern statt. Auf dem afrikanischen Kontinent wird sie sich bis 2050 von 944 Millionen auf zwei Milliarden Menschen mehr als verdoppeln. Derzeit leben etwa 6,7 Milliarden Menschen auf der Erde.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zeit für aggressive Maßnahmen

Viel Geschwätz, wenig Taten: Zeit für aggressive Weichenstellungen in der Diabetes-Prävention, meinen Fachleute. Sie fordern die Lebensmittel-Ampel und Steuern auf ungesunde Produkte. mehr »

Beim Thema Luftschadstoffe scheiden sich die Geister

Gesundheitliche Gefahren von Luftverschmutzung sehen Pneumologen vorrangig als ihr Thema an. Doch die Meinung der Fachärzte darüber ist nicht einhellig. Das zeigt sich auch im Vorfeld ihrer Fachtagung. mehr »

Patienten vertrauen auf Online-Bewertungen

In welche Praxis soll ich gehen? Ihre Entscheidung fällen Patienten zunehmend anhand von Online-Bewertungen – eine Chance für Ärzte, so eine neue Studie. mehr »