Ärzte Zeitung online, 13.08.2008

Höchster Nahrungsmittelwächter Chinas begeht Selbstmord

PEKING (dpa/maw). Das Reich der Mitte - derzeit Austragungsort der Olympischen Spiele - kommt in Sachen Lebensmittel- und Arzneiskandale nicht zur Ruhe. Nun hat der höchste chinesische Nahrungsmittelwächter offenbar Selbstmord begangen.

Der 42-jährige Wu Jianping stürzte sich nach einem Bericht der renommierten Finanzzeitung "Cai Jing" vom Mittwoch von einer Brücke in den Tod.

Die Staatsanwaltschaft habe ihn einen Tag zuvor wegen "finanzieller Probleme" vernommen. Wu Jianping habe zugegeben, Eigentum und Guthaben zu besitzen, die in keinem Verhältnis zu seinem Posten als Chef für Lebensmittelsicherheit im Ministerium für Nahrungs- und Arzneimittelaufsicht stünden. Sein Amt besitzt das Recht zur Marktzulassung von Nahrungsmittelprodukten in China.

Im chinesischen Arznei- und Lebensmittelsektor und auch bei seinen Exporten hat es in den vergangenen Jahren mehrere Qualitätsskandale gegeben - darunter die Affäre um verunreinigtes Heparin (wir berichteten).

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »