Ärzte Zeitung online, 17.09.2008

Holländische Krankenwagen sollen mit Kameras überwacht werden

AMSTERDAM (dpa). Krankenwagen in den Niederlanden sollen probeweise mit Überwachungskameras ausgestattet werden. Damit reagieren die Behörden auf eine Häufung verbaler und sogar tätlicher Angriffe auf Rettungsmannschaften, so "De Telegraaf" am Dienstag.

Sollten die Kameras nicht die gewünschte Abschreckung bewirken, müssten die Strafen für Übergriffe auf Helfer verschärft werden, erklärte Innenministerin Guusje ter Horst.

Zuvor hatten Angriffe offenbar betrunkener Jugendlicher in ärmeren Wohnvierteln auf Ambulanzpersonal Schlagzeilen gemacht. In einem Fall gingen sie auf Sanitäter los, die einem niedergestochenen Teenager zur Hilfe geeilt waren.

Mehr als 80 Prozent des Krankenwagenpersonals sei bereits einmal mit aggressivem Verhalten konfrontiert gewesen. "Das ist ein idiotisch hohes Ausmaß, so dass wir einschreiten müssen", sagte die Ministerin. "Ich kann zwar verstehen, dass es in den Niederlanden Menschen gibt, die ihre Emotionen nicht beherrschen können. Dass sie jedoch nicht einmal vor Rettungsmannschaften haltmachen, ist unbegreiflich."

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