Ärzte Zeitung online, 19.09.2008

Brüssel will Deutschland zur Öffnung von Apothekenmarkt zwingen

BRÜSSEL (dpa). Die EU-Kommission will die Bundesregierung zu einer Öffnung des Apothekenmarkts zwingen. Die EU-Behörde gab im laufenden Vertragsverletzungsverfahren Berlin zwei Monate Zeit, um entsprechende Gesetze zu ändern. Wie die Kommission am Donnerstag in Brüssel mitteilte, droht bei einer unzureichenden Antwort eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH).

Brüssel stößt sich daran, dass nur Apotheker oder ausschließlich aus Apothekern bestehende Partnergemeinschaften Apotheken besitzen dürfen. Ferner sei der Besitz von mehr als einer Hauptapotheke und drei Filialapotheken untersagt.

Die deutschen Vorschriften werden derzeit in anderem Fall vor dem EuGH verhandelt (wir berichteten). Dort machen deutsche Apotheker Front gegen eine Marktöffnung für Apotheken-Ketten. Es geht dabei um den Fall einer Apotheke in Saarbrücken. Sie wird von der Internet-Versandapotheke DocMorris aus den Niederlanden betrieben.

Vier Apotheker, die Apothekerkammer des Saarlands und der Deutsche Apothekerverband meinen, dass DocMorris gegen deutsche Gesetze verstößt. Mit einem Urteil wird nicht mehr im laufenden Jahr gerechnet.

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