Ärzte Zeitung online, 20.10.2008

Frankreich plant Ekelbilder auf Zigarettenpackungen

PARIS (dpa). Frankreich will Raucher demnächst mit Ekelbildern auf der Zigarettenpackung von ihrem Laster abbringen. Das Gesundheitsminister arbeite bereits an einer entsprechenden Kampagne, berichtete die Zeitung "Le Figaro" am Montag.

Die Fotos sollen - ähnlich wie bereits in den USA und in Großbritannien - unter anderem Raucherlungen und gelbe oder faule Zähne zeigen. Es werde einige Monate dauern, bis die ersten Packungen mit Schockbildern in den Handel kommen.

Seit 2003 sind Warnhinweise auf Zigarettenpackungen in der EU Pflicht. Verschärfte Warnungen durch Fotos, die die gesundheitlichen Folgen zeigen, sind EU-weit geplant.Seit Mitte des Jahres werden wieder mehr Tabakwaren verkauft.

In Deutschland werden wieder mehr Tabakwaren verkauft

Nach lange rückläufigen Verkaufszahlen sind die Ausgaben für Tabakwaren im dritten Quartal 2008 erstmals wieder angestiegen. Von Juli bis September wurde in Deutschland Tabak im Wert von 6,1 Milliarden Euro verkauft und versteuert. Das waren 139 Millionen Euro oder 2,3 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag in Wiesbaden berichtete.

Da Schmuggelware nicht erfasst werden kann, gilt die Statistik nur als Indiz für den tatsächlichen Konsum. Der Staat nahm im dritten Quartal 2008 insgesamt 3,7 Milliarden Euro aus Tabakwaren ein, das waren 0,9 Prozent mehr als im Vorjahresquartal.

Bei Zigaretten wurden 1,3 Prozent mehr versteuerte Ware verkauft (5,3 Milliarden Euro), bei Zigarren und Zigarillos 10,6 Prozent mehr (226,7 Millionen Euro), Feinschnitt stieg um 13,2 Prozent (586,5 Millionen Euro). Gegen den Trend ging Pfeifentabak um die Hälfte zurück (18,8 Millionen Euro), betrachtet man statt des Verkaufswerts die Menge der Ware beträgt der Rückgang sogar zwei Drittel.

Als Grund nannte Destatis eine steuerliche Veränderung: Bestimmte billige Pfeifentabake seien vom Verbraucher nicht in Pfeifen gestopft, sondern zu Zigaretten gedreht worden. Daher werden sie seit Mitte Juli dieses Jahres wie Feinschnitt-Tabake besteuert.

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