Ärzte Zeitung, 04.11.2008

EU-Kommission setzt auf bessere Versorgung

BRÜSSEL (spe). Die Beseitigung von Ungleichheiten bei der medizinischen Versorgung der rund 480 Millionen EU-Bürger steht bei der Europäischen Kommission für das kommende Jahr auf der Agenda. Das geht aus dem Arbeitsprogramm der Behörde hervor.

Die Kommission setzt 2009 unter anderem darauf, dass die Mitgliedsländer die für eine Verbesserung der medizinischen Infrastruktur zur Verfügung stehenden Mittel aus dem EU-Haushalt stärker als bisher nutzen. Die Behörde will den Erfahrungsaustausch über positive medizinische und gesundheitspolitische Strategien zwischen den Ländern intensivieren und zu einem verbesserten Monitoring der Versorgungsunterschiede anregen.

Fortsetzen will die Kommission ihren Kampf gegen die Ausbreitung von Krebs, Alzheimer sowie HIV-Infektionen und Aids. Grundlage hierfür sollen wie bei der geplanten Beseitigung von Ungleichheiten bei der medizinischen Versorgung nicht-legislative Maßnahmen bilden.

Noch bis zu den Europawahlen im Juni 2009 will EU-Gesundheitskommissarin Androulla Vassiliou Vorschläge für Mindeststandards zur Qualität und Sicherheit von Organtransplantationen vorlegen. Es soll auch Rechtsvorschriften für eine EU-weite Angleichung von Impfmaßnahmen bei Kindern geben.

Im Dezember 2008 soll ein Papier zur grenzüberschreitenden Freizügigkeit von Menschen in Gesundheitsberufen veröffentlicht werden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Amazonas-Volk hat die gesündesten Gefäße weltweit

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »

Kiffen schädigt wohl doch Herz und Hirn

Cannabis-Konsum erhöht offenbar doch das Risiko für Schlaganfall und Herzschwäche. Zumindest hat sich ein entsprechender Zusammenhang in einer umfassenden US-amerikanischen Analyse gezeigt. mehr »