Ärzte Zeitung online, 16.12.2008

Schmidt: Osteuropa hinkt bei moderner Patientenversorgung hinterher

BRÜSSEL (dpa). Patienten in Osteuropa wird der neueste Stand der Medizin nach Ansicht von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt häufig vorenthalten. "In manchen osteuropäischen Ländern muss die pharmazeutische Industrie mehr tun, damit die Menschen dort mehr Zugang zu innovativen Arzneimitteln haben. Insofern hat Europa eine große Aufgabe", sagte die Ministerin.

Die Qualität und Sicherheit der Behandlung müsse in allen Mitgliedstaaten gewährleistet werden, so Schmidt vor einem Treffen mit ihren Amtskollegen am Dienstag in Brüssel.

Die Minister beraten unter anderem über einen Gesetzesentwurf der EU-Kommission, der die Kostenerstattung für eine notwendige Behandlung im europäischen Ausland klarer regeln soll.

Dabei geht es nach Angaben Schmidts darum: "Wie können unsere Bürger und zwar von jedem Mitgliedstaat in jedem anderen Mitgliedstaat Europas unbürokratisch medizinische Hilfe in Anspruch nehmen, wenn sie sie brauchen und wie sehen die Erstattungsregeln aus". Deutschland habe bereits die entsprechenden Urteile des Europäischen Gerichtshofes in Gesetze umgesetzt, andere Mitgliedstaaten dagegen nicht.

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