Ärzte Zeitung, 20.01.2009

Kommentar

Ein schweres Stück Arbeit

Von Christoph Fuhr

"Alle vier Jahre werden in US-Wahlkampfzeiten mit großem Fanfarenklang und vollmundigen Versprechungen Pläne für eine bessere Gesundheitsversorgung angeboten. Aber wenn die Kampagnen vorbei sind, kollabieren diese Pläne unter dem Gewicht der Politik Washingtons." Kein anderer als der neue US-Präsident Barack Obama hat diese Aussage gemacht - zu einem Zeitpunkt, als noch niemand ahnen konnte, dass er im Januar 2009 ins Weiße Haus in Washington einziehen würde.

Wie ist es um die Chancen für seine eigenen gesundheitspolitischen Pläne bestellt? In einer dramatischen Wirtschaftskrise muss er zunächst die rasant wachsenden Ausgaben für Gesundheit in den Griff bekommen. Erst dann wird sich Obama seinem erklärten Ziel zuwenden können: er will eine gute Gesundheitsversorgung für alle US-Bürger sicherstellen. Ein schweres Stück Arbeit - Lobbygruppen, die um ihre Pfründe fürchten, formieren sich.

Obama steht für soziale Gerechtigkeit, er ist sensiblisiert für Schwache und Kranke, die ihre Gesundheitsversorgung nicht aus eigener Tasche bezahlen können. Kann er ihnen eine Perspektive geben, kann er das soziale Gewissen Amerikas verändern? Millionen Menschen sind optimistisch: Yes, he can!

Lesen Sie dazu auch:
Ein Präsident, der das Gesundheitssystem verändern will

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Kompromissvorschlag wieder zurückgezogen

Kaum verkündet, ist der Kompromiss zur Pflegeausbildung auch schon wieder vom Tisch. Die genauen Gründe sind unklar. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »