Ärzte Zeitung, 22.01.2009

Neuer Anlauf zur Ausrottung des Poliovirus

NEW YORK (dpa). Nach zahlreichen Rückschlägen im Kampf gegen die Kinderlähmung soll das Poliovirus nun endgültig vom Erdball verschwinden. Eine internationale Koalition mit deutscher Beteiligung hat am Mittwoch für die Ausrottung des Erregers 630 Millionen Dollar (488 Millionen Euro) zugesagt.

255 Millionen Dollar kommen von der Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung, 127 Millionen Dollar aus Deutschland. Das Geld fließt der Global Polio Eradication Initiative (GPEI) zu, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO), den Rotariern sowie dem UN-Kinderhilfswerk UNICEF getragen wird. Damit sollen Impfkampagnen in den Ländern finanziert werden, in denen die Kinderlähmung noch nicht ausgerottet ist.

Das Poliovirus konnte seit 1988 unter Federführung der WHO in rund 120 Ländern ausgemerzt werden und sollte Ende 2000 vom Globus verschwunden sein. Der Kampf gegen den Erreger erlitt jedoch immer wieder Rückschläge, so erkrankten 2008 noch 1 600 Kinder. Derzeit hält sich das Virus noch in Afghanistan, Pakistan, Indien und Nigeria.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »