Ihre Meinung ist gefragt: Machen Sie bei unserer Online-Umfrage mit!

Ärzte Zeitung, 02.02.2009

EU-Parlament: Psychische Leiden werden unterschätzt

BRÜSSEL (spe). Jeder vierte Bürger in der EU leidet mindestens einmal in seinem Leben unter einer psychischen Störung. Die Auswirkungen psychischer Leiden würden oft unterschätzt, stellt der Gesundheitsausschuss des Europäischen Parlaments fest.

Das Hauptaugenmerk solle auf der Vorbeugung psychischer Erkrankungen liegen, geht aus einem aktuellen Bericht des Gesundheitsausschusses hervor. "Die durch psychische Erkrankungen verursachten volkswirtschaftlichen Kosten machen einen erheblichen Anteil des Bruttoinlandsprodukts der EU-Mitgliedstaaten aus", so der CDU-Europaabgeordnete Dr. Thomas Ulmer.

Schätzungen zufolge beläuft sich der Anteil auf drei bis vier Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Betroffene müssten besser integriert werden, im täglichen Leben ebenso wie am Arbeitsplatz, so der Allgemeinarzt. Ulmer fordert die Einrichtung anonymer Anlaufstellen für psychisch kranke Menschen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Werden europäische Männer immer unfruchtbarer?

Männern haben immer weniger Spermien. Direkte Rückschlüsse auf Fruchtbarkeit erlaubt das nicht – es könnte aber nur die Spitze eines Eisbergs gesundheitlicher Probleme sein. mehr »

Psychotherapie soll künftig Unifach werden

Ein einheitliches Berufsbild, Studium an der Uni. Die Psychotherapeutenausbildung steht vor umwälzenden Veränderungen. Kritiker vermissen beim Entwurf aber Konkretes zum Thema Weiterbildung. mehr »

Ist die menschliche Entwicklung am Ende?

Über Hunderttausende von Jahren ist der Mensch zu dem geworden, was er heute ist. Und nun? Ein Grimme-Preisträger fragt sich, ob Unsterblichkeit erstrebenswert ist und wohin uns die Evolution führen wird - oder kann der Mensch sie austricksen? mehr »