Ärzte Zeitung online, 24.02.2009

Kein Brot-Verbot aus Brüssel

BRÜSSEL (dpa). Brezeln und Brot droht kein Verbot: Das hat die Europäische Kommission am Dienstag bekräftigt.

Die Brüsseler Behörde plane zwar Vorgaben zur Angabe von Inhaltsstoffen in Backwaren, sagte Kommissionssprecherin Nina Papadoulaki in Brüssel. Die Verbraucher sollten beispielsweise besser über den Salzgehalt informiert und vor irreführender Werbung geschützt werden. Klar sei aber, "die Kommission verbietet kein deutsches Brot", versicherte Papadoulaki.

Hintergrund ist die Sorge deutscher Bäcker, ihr Brot nicht wie bisher salzen zu dürfen. Tatsächlich will die Kommission erreichen, dass Backwaren mit einem bestimmten Salzgehalt nicht mehr als "gesund" bezeichnet werden. Es könne aber weiter gebacken und verkauft werden. "Befürchtungen, dass wir eine Warnung einführen wollen, sind völlig unbegründet", fügte die Sprecherin von Gesundheitskommissarin Androulla Vassiliou hinzu. Von welchem Salzanteil an Brot oder Brezeln nicht mehr als gesund gelten sollen, stehe noch nicht fest: "Die Diskussionen darüber laufen noch."

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