Ärzte Zeitung online, 06.03.2009

Obama gehen die Gesundheitsberater aus

WASHINGTON (dpa). Wieder Personalquerelen für US-Präsident Barack Obama: Der von der neuen US-Regierung als Leiter des Öffentlichen Gesundheitsdienstes vorgesehene Medizinexperte des Nachrichtensenders CNN, Sanjay Gupta, steht nicht mehr für das Amt zur Verfügung.

In der CNN-Sendung "Larry King Live" begründete Gupta seine Entscheidung am Donnerstagabend mit privaten und beruflichen Gründen. "Es geht mehr um meine Familie und meine Karriere als Chirurg", sagte der 39-Jährige. Als "Surgeon General" hätte er nicht mehr praktizieren können. Außerdem erwarteten er und seine Frau ein drittes Kind, und der Job als oberster Gesundheitsberater der USA hätte ihn immer wieder für längere Zeit von seiner Familie getrennt, so Gupta weiter.

Obwohl nicht offiziell für das Amt nominiert, galt Guptas Ernennung zum Chef des Gesundheitsdienstes als sicher. Der Fernsehdoktor sei "ernsthaft für das Amt des Surgeon General im Erwägung gezogen worden", zitierte CNN ein namentlich nicht genanntes Regierungsmitglied. "Wir wissen, dass er der Öffentlichkeit durch seine Arbeit in den Medien und im medizinischen Bereich auch weiter dienen" werde. Gupta hat außer für CNN gelegentlich auch für die Abendnachrichten des Netzwerksenders CBS und das Nachrichtenmagazin "Time" gearbeitet.

Schwierigkeiten hatte Obama auch schon bei der Besetzung des Handelsminister-Postens: Im dritten Anlauf nominierte er in der vergangenen Woche den früheren Gouverneur des US-Bundesstaates Washington, Gary Locke, nachdem zuvor zwei Kandidaten ihre Bewerbung zurückgezogen hatten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »

Frühe ART wirkt protektiv

Die frühe antiretrovirale Therapie (ART) schützt HIV-Patienten vor schweren bakteriellen Infektionen. mehr »