Ärzte Zeitung online, 12.03.2009

UNESCO warnt vor Trinkwasser-Knappheit

NEW YORK (dpa). Trinkwasser ist nur begrenzt verfügbar. Durch die Bedürfnisse der schnell wachsenden Weltbevölkerung und die Auswirkungen der Klimaveränderungen sind die Wasserressourcen auf dem Planeten jedoch in Gefahr. Zu diesem Schluss kommt die UNESCO in ihrem jüngsten Wasserbericht mit dem Titel "Wasser in einer sich verändernden Welt", der am Donnerstag in New York vorgestellt wurde.

Die Bevölkerungsentwicklung, Wirtschaft, Lebensstil und Verhaltensmuster sind die wichtigsten Faktoren beim Wasserverbrauch. "Die Geschichte zeigt eine enge Verbindung zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung und der Entwicklung von Trinkwasser-Ressourcen", heißt es in dem Bericht der UN-Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur.

Die Weltbevölkerung wächst jährlich um fast 80 Millionen Menschen, die zusätzlich 64 Milliarden Kubikmeter Wasser benötigen, so der Bericht. Heute leben bereits 6,8 Milliarden Menschen auf der Welt. Bis 2012 sollen es 7 Milliarden sein, bis 2050 sogar 9 Milliarden, so die Prognosen.

Durch ein einfaches Beispiel zeigt der UNESCO-Bericht die Auswirkungen von veränderten Essgewohnheiten und Nahrungsproduktion auf den Verbrauch von Wasser. Ein Chinese, der 1985 nur 20 Kilogramm Fleisch gegessen hat, konsumiert heute mehr als 50 Kilogramm. Um das Vieh zu füttern, wird mehr Getreide benötigt, für das mehr Wasser verbraucht wird als damals.

In der kommenden Woche lädt die türkische Regierung in Istanbul vom 16. bis zum 22. März zu einem Weltwasser-Forum ein. Dort soll darüber diskutiert werden, wie Probleme mit der Verteilung von Trinkwasser gelöst werden können.

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