Ärzte Zeitung online, 26.03.2009

Britische Abtreibungskliniken sollen werben dürfen

LONDON (dpa). Abtreibungskliniken sollen in Großbritannien künftig im Fernsehen und Radio für ihre Angebote werben dürfen. Im Kampf gegen Teenager-Schwangerschaften und Geschlechtskrankheiten sollen nach Vorschlägen der Regulierungsbehörden auch die Werbe-Richtlinien für Kondome gelockert werden.

Den Plänen zufolge sollen Schwangerschafts-Beratungsdienste, deren Kliniken mitunter Abtreibungen anbieten, erstmals Werbezeiten in der Hauptsendezeit am Abend buchen können, wie britische Medien am Donnerstag berichteten. Die Regulierungsbehörden hatten insgesamt 2500 Werberichtlinien auf den Prüfstand gestellt.

Wegen der hohen Rate an Teenager-Schwangerschaften soll künftig Werbung für Kondome anders als bisher schon vor 21 Uhr auf mehreren Kanälen erlaubt sein. Obwohl es immer noch Beschwerden gegen Kondomwerbung gebe, werde damit auch dem Drängen von Gesundheitsexperten gefolgt, begründeten die Regulierer ihren Schritt. So seien zwischen 2002 und 2006 bei mehr als 11 000 Teenagern unter 16 Jahren Geschlechtskrankheiten diagnostiziert worden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Weiterbildung auch mit Kind zügig möglich - im Verbund!"

Eine strukturierte Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt für die "Ärzte Zeitung" auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »