Ärzte Zeitung online, 26.04.2009

Die Pandemie-Alarmstufen der WHO

GENF (dpa). Das Risiko einer Grippepandemie ist nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) so hoch wie seit der Pandemie von 1968 nicht mehr. Um den Ausbruch einer schweren weltweiten Grippewelle möglichst früh zu erkennen, hat die WHO einen globalen Alarmplan aufgestellt.

Das Pandemierisiko wird dabei in sechs Stufen angegeben. Seit einigen Jahren gilt wegen der Vogelgrippe Stufe 3. Das hat sich bislang auch durch die Schweinegrippe in Nordamerika nicht geändert. Die Risikostufen lauten:

  • Stufe 1: Inter-Pandemiephase. Es werden keine Infektionen von Menschen durch Grippeviren von Tieren beobachtet.
  • Stufe 2: Infektionen von Menschen durch ein neues Grippevirus aus dem Tierreich sind nachgewiesen.
  • Stufe 3: Ein neues Grippevirus von Tieren infiziert Menschen, wird aber nicht oder nur in Einzelfällen von Mensch zu Mensch übertragen.
  • Stufe 4: Die Übertragung von Mensch zu Mensch ist erhöht.
  • Stufe 5: Erhebliche Übertragung von Mensch zu Mensch.
  • Stufe 6: Pandemie. Rasche und anhaltende Übertragung von Mensch zu Mensch.

Lesen Sie dazu auch:
Weltalarm wegen der Schweinegrippe
Tropenarzt: Pandemie eher unwahrscheinlich
Der Nationale Pandemieplan für Deutschland
Virologe fordert Aktionen gegen Schweinegrippe
Brüssel tauscht Informationen zu Schweinegrippe aus

www.who.int/csr/disease/influenza/pandemic/en/

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Antibiotika gegen Rückenschmerzen

Verursachen Bakterien heftige Bandscheiben-Beschwerden? Für Forschungen zur Behandlung von Rückenschmerzen mit Antibiotika wurde jetzt der Deutschen Schmerzpreis verliehen. mehr »

Ethikrat sucht nach dem goldenen Mittelweg

Wann ist eine medizinische Zwangsbehandlung fürsorglicher Schutz, wann ein unangemessener Eingriff? Diesen Fragen widmet sich aktuell der Deutsche Ethikrat. mehr »

Ein Wettbewerbsverbot ohne Entschädigung ist ungültig

Wettbewerbsverbot ohne Karenzentschädigung? Das geht nicht, urteilt das Bundesarbeitsgericht. Ist das im Arbeitsvertrag dennoch so vorgesehen, können Arbeitnehmer nachträglich aber kein Geld einklagen. mehr »