Ärzte Zeitung online, 12.05.2009

Kostenexplosion im US-Gesundheitswesen soll schrumpfen

WASHINGTON (dpa). Die Kostenexplosion im US-Gesundheitswesen soll in den nächsten zehn Jahren stärker in Schach gehalten werden. Vertreter von pharmazeutischen Unternehmen, Krankenversicherung, Kliniken und Ärzteorganisationen verpflichteten sich in einem Schreiben an US-Präsident Barack Obama freiwillig dazu, von 2010 bis 2019 das Kostenwachstum durch Einsparungen von mindestens zwei Billionen Dollar zu verringern.

Obama begrüßte dies am Montag bei einem Treffen mit Repräsentanten aus dem Gesundheitsbereich in Washington als wichtigen Schritt zu einer grundlegenden Reform des Gesundheitswesens. Wenn die Kostenexplosion im bisherigen Tempo weitergehe, würden innerhalb eines Jahrzehnts 20 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für die Gesundheitsfürsorge ausgegeben, sagte der Präsident.

Derzeit machen die Ausgaben mehr als 17 Prozent des BIP in den USA aus. Tatsächlich wendeten die USA für diesen Bereich mehr als jede andere Nation auf der Erde auf, sagte Obama. Dabei seien fast 46 Millionen US-Amerikaner nicht einmal krankenversichert.

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