Ärzte Zeitung online, 09.06.2009

Hunderte Kinder nach Gesundheitskampagne erkrankt

DHAKA(dpa). Nach einer landesweiten Behandlungskampagne sind in Bangladesch mindestens 400 Kinder zum Teil schwer erkrankt, ein sechsjähriges Mädchen ist gestorben. Wie die Zeitung "Daily Star" am Dienstag berichtete, waren den Kindern bei einem staatlich organisierten Programm Vitamin-A-Kapseln sowie Mittel gegen Würmer verabreicht worden.

Gesundheitsminister Ruhal Haque ordnete eine Untersuchung an. Er betonte aber auch, das vom UN-Kinderhilfswerk UNICEF und der Weltgesundheitsorganisation WHO unterstützte Programm für Vorschulkinder laufe seit mehr als 30 Jahren erfolgreich in Bangladesch und habe bislang keinerlei Probleme verursacht.

Die während der Kampagne am vergangenen Samstag verabreichten Medikamente stammten von zertifizierten Pharma-Unternehmen und seien sicher, erklärten UNICEF und WHO in einer in der Hauptstadt Dhaka verbreiteten gemeinsamen Mitteilung. Auch gefährliche Nebenwirkungen seien bislang nicht bekannt gewesen.

Die UN-Organisationen betonten, in Entwicklungsländern wie Bangladesch sei die Verabreichung von Vitamin-A-Kapseln und Entwurmungstabletten ein "effektiver Beitrag", um die Abwehrkräfte von Kindern zu stärken und deren Gesundheitszustand zu verbessern. Den Angaben zufolge wurden bei der jüngsten Kampagne etwa 20 Millionen Kinder medizinisch versorgt.

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