Ärzte Zeitung, 25.06.2009

Rekord-Defizit bei Kassen in Frankreich

PARIS(DDB). Mit voraussichtlich 9,4 Milliarden Euro Schulden wird die französische Krankenversicherung am Jahresende das höchste Defizit ihrer Geschichte schreiben. Nach dem neuen Bericht der Finanzkommission hat sich das Defizit innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt. Die Regierung nennt die Rezession und steigende Arbeitslosenzahlen als Grund für die Entwicklung. Bislang plant die Regierung nach eigenen Angaben keine höheren Beiträge oder Zuzahlungen.

In Frankreich legt das Parlament das Budget der Krankenversicherung fest. Im laufenden Jahr betragen die Ausgaben 158 Milliarden Euro. Die Zahlen belegen, dass Ärzte und andere Heilberufler die ihnen zugestandenen Ausgabenvolumina - besonders bei Arzneimitteln - eingehalten haben.

Stärker als geplant gestiegen sind die Ausgaben bei Krankengeld. Deshalb sollen die Kontrollen für Ärzte verschärft werden, die Patienten überdurchschnittlich häufig krankschreiben. Allerdings erhofft man sich dadurch Ausgabensenkungen von maximal 400 Millionen Euro.

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