Ärzte Zeitung online, 20.08.2009

Österreichs Ärzte klagen über zunehmenden Leistungsdruck

WIEN (ine). Österreichs Ärzte arbeiten immer mehr und immer länger. Die mehr als 20 000 Klinikärzte im Alpenland behandeln etwa 2,7 Millionen Patienten im Jahr. Und ihre Zahl steigt. Die Ärzte klagen über zunehmenden Leistungsdruck.

In einem Manifest fordern Wiener Spitalsärzte eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Dazu zählen sie die Einhaltung des Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetzes. Es sieht unter anderem vor, dass die Wochenarbeitszeit im Schnitt 48 Stunden nicht überschreiten darf. An der Tagesordnung sind derzeit bis zu 72 Stunden pro Woche.

Die Ärzte fordern zudem ausreichend Zeit zur Regeneration, Weiterbildung und Wissensaneignung sowie eine "der Leistung, dem Risiko und der Haftung entsprechende Bezahlung".

Vor allem am Wochenende und an Feiertagen suchen viele Patienten verstärkt die Kliniken auf, um sich ambulant behandeln zu lassen. "Der niedergelassene Bereich bietet derzeit keine ausreichende Versorgung", so Harald Mayer, Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer kürzlich in Wien. Er fordert neue Kooperationsmöglichkeiten für Ärzte, damit die Ordinationen auch an Abenden und Wochenenden geöffnet sind.

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