Ärzte Zeitung online, 20.07.2009

Obama wegen Gesundheitsreform unter Druck

WASHINGTON (dpa). US-Präsident Barack Obama gerät wegen seiner geplanten Gesundheitsreform unter Druck. Wie eine am Montag veröffentlichte Umfrage der "Washington Post" und des TV-Senders ABC ergab, ist die Zustimmungsrate für die Reform im Juli unter 50 Prozent gesunken.

Nur noch 49 Prozent der Amerikaner stimmen Obamas Plänen zu, noch im April waren es 57 Prozent. Dagegen erhöhte sich die Rate der Kritiker der Reform in dieser Zeit von 29 auf 44 Prozent. Die Erneuerung des Gesundheitssystems gilt als wichtigstes innenpolitisches Vorhaben Obamas und war sein zentrales Wahlversprechen.

Auch in den eigenen Reihen wächst die Skepsis am geplanten Umbau des Gesundheitssystems. Demokratische Senatoren und Abgeordnete verweisen mit Sorge auf die gigantischen Kosten von einer Billion Dollar (702 Milliarden Euro) innerhalb der nächsten zehn Jahre. Dagegen rief Obama das Parlament auf, die Reform zügig voranzutreiben. Er will, dass die Parlamentsausschüsse bis zur Sommerpause Anfang August über alle vorliegenden Entwürfe beraten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

"Fehler passieren, auch in der Medizin. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten durch einen Behandlungsfehler zu Schaden kommen, ist extrem gering." So lautete das Fazit von Dr. Andreas Crusius bei der Vorstellung der Behandlungsfehlerstatistik. mehr »

Naturvolk mit erstaunlich gesunden Gefäßen

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »