Ärzte Zeitung online, 03.09.2009

UN will Rechte der Behinderten stärken

NEW YORK (dpa). Auf dem Papier existieren die Menschenrechte für Behinderte bereits. Wie die Situation für weltweit 650 Millionen Menschen mit Behinderung auch durch nationale Gesetzgebung und weitere Maßnahmen verbessert werden kann, darüber wird seit Mittwoch bei den Vereinen Nationen in New York diskutiert. Vertreter Dutzender Mitgliedstaaten trafen sich zu einer dreitägigen Konferenz im UN-Hauptquartier.

Im vergangenen Mai war die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen in Kraft getreten. Darin sind das Recht auf Ausbildung, Gesundheit, Arbeit, angemessene Lebensbedingungen sowie Freiheit von Ausbeutung und gleiche Behandlung vor Gericht festgelegt. 142 Länder haben das Abkommen, das von der UN-Generalversammlung verabschiedet wurde, bereits unterzeichnet, in 66 Ländern ist es auch ratifiziert. Die Regierungen erklärten sich darin bereit, diskriminierende Gesetzgebung, Gepflogenheiten und Praktiken abzuschaffen.

Die Teilnehmer der UN-Konferenz wollen jetzt einen konkreten Fahrplan entwerfen, wie eine aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben und die volle Integration der Behinderten gewährleistet werden können.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »