Ärzte Zeitung online, 10.09.2009

Guatemalas Präsident bittet um Hungerhilfe

GUATEMALA-STADT (dpa). Angesichts einer drohenden Hungersnot hat der Präsident von Guatemala, Álvaro Colom, die Weltgemeinschaft um Lebensmittelhilfe gebeten. Colom sagte am Dienstagabend im Fernsehen, 24 000 Familien litten bereits unter Hunger. Weitere 400 000 seien von Hunger bedroht.

Ursache der Krise ist eine Dürre in sieben der insgesamt 22 Departments des mittelamerikanischen Landes. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen hat bereits mit der Verteilung von Lebensmitteln begonnen.

Schon Anfang September hatte der Berichterstatter der UN, Oliver de Schutter, die drohende Krise in Guatemala als alarmierend bezeichnet. Zu diesem Zeitpunkt waren nach inoffiziellen Angaben bereits mindestens 20 Kinder verhungert. Nach einer Erkundungsreise durch mehrere betroffene Departments hatte de Schutter erklärt, in den Dürregebieten litten 63 Prozent der Kinder an Unterernährung. Die Regierung in Guatemala-Stadt hatte Berichte über eine Hungersnot damals noch zurückgewiesen.

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