Ärzte Zeitung online, 12.10.2009

Chirac kämpft gegen gefälschte Medikamente

COTONOU/PARIS (dpa). Der französische Ex-Präsident Jacques Chirac hat zum Kampf gegen gefälschte Medikamente in Afrika aufgerufen. "Dieser kriminelle Handel betrifft vor allem die armen Länder und die wichtigsten Medikamente zur Behandlung von Malaria, Tuberkulose und Aids", betonte Chirac (76) am Montag vor führenden afrikanischen Politikern in Cotonou im westafrikanischen Staat Benin.

Die Imitate enttäuschten nicht nur die Hoffnungen der Patienten, sondern verschlimmerten in vielen Fällen ihr Leiden noch. Im kommenden Jahr solle eine internationale Konferenz in Genf sich mit dem Thema befassen.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation ist ein Viertel der Medikamente in Entwicklungsländern gefälscht. Etwa 200 000 Todesfälle könnten vermieden werden, wenn den Regeln entsprechende und geeignete Medikamente zur Behandlung beispielsweise von Malaria verwendet würden. Zwischen 30 und 70 Prozent der Malariamittel enthielten zu wenig Wirkstoff. Chirac setzt sich mit seiner Stiftung für einen besseren Zugang von Entwicklungsländern zur Gesundheitsversorgung ein.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Kompromiss im Tauschhandel?

18:31 Kaum verkündet, war der Kompromiss zur Pflegeausbildung auch schon wieder vom Tisch. Doch jetzt soll der Koalitionsausschuss eine Einigung bringen. Offenbar bahnt sich ein Handel zwischen CDU und SPD an. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »