Samstag, 11. Februar 2012
Ärzte Zeitung online, 09.12.2009

WHO fordert besseren Schutz vor Tabakrauch

ISTANBUL (dpa). Trotz verstärkter Anstrengungen in einigen Ländern sind weltweit noch immer mehr als 94 Prozent der Menschheit nicht durch Gesetze vor Tabakrauch geschützt. "Es muss schnell gehandelt werden, um Menschen vor Tod und Krankheit ausgelöst durch Tabakrauch zu schützen", forderte die Weltgesundheitsorganisation WHO zur Vorstellung ihres Jahresberichts 2009 über die weltweite Tabakepidemie am Mittwoch.

Tabak sei die wichtigste vermeidbare Ursache vorzeitigen Todes und weltweit für mehr als fünf Millionen Todesfälle im Jahr verantwortlich. Ohne geeignete Gegenmaßnahmen könne diese Zahl bis zum Jahr 2030 auf acht Millionen Tote steigen. Die meisten Fälle werde es in Ländern mit geringen oder mittleren Durchschnittseinkommen geben.

Im Jahr 2008 sei die Zahl der Staaten mit Rauchverboten um 7 auf 17 gestiegen, darunter auch die Türkei. Die WHO fordert Programme zur Beobachtung des Tabakkonsums, Hilfen zur Entwöhnung, Aufklärungsprogramme, Werbeverbote für Tabakprodukte sowie Steuererhöhungen. Insbesondere müssten Nichtraucher geschützt werden, da es auch beim Passivrauchen keine unbedenkliche Dosis gebe.

Zum WHO-Jahresbericht über die weltweite Tabakepidemie

Lesen Sie dazu auch:
Forscher halten Tabak für globales Umweltrisiko

| Share

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Neue Ära in der Schlaganfall-Therapie?

Ein neuartiges Therapieverfahren weckt große Hoffnungen bei der Behandlung von akutem Schlaganfall. Jetzt hat es sich in Studien und auch in der Praxis bewährt. Experten jubeln: Die neue Methode wird die Schlaganfall-Therapie grundsätzlich verändern! mehr »

112 - Heute ist Europäischer Notruf-Tag

Nur etwa jeder vierte Europäer kennt die EU-weite Notrufnummer 112. Das geht aus einer Umfrage hervor, die die EU-Kommission in Brüssel anlässlich des Europäischen Notruf-Tags vorgestellt hat. Die Notrufnummer 112 ist rund um die Uhr und kostenfrei in Europa erreichbar. mehr »

Streit um frühe Nutzenbewertung eskaliert

Der Verband forschender Arzneimittelhersteller (vfa) hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) scharf kritisiert. Das Institut missachte Standards der evidenzbasierten Medizin. Das IQWIG kontert: Die Vorwürfe sind unsachlich. mehr »