Ärzte Zeitung online, 22.12.2009

Anti-Tabak-Gesetz lässt mehr Spanier zur Zigarette greifen

MADRID (dpa). Das vor vier Jahren eingeführte Anti-Tabak-Gesetz hat die Spanier nicht vom Rauchen abgehalten. Seit dem Inkrafttreten des Gesetzes am 1. Januar 2006 stieg sogar die Zahl der Raucher. Nach Angaben des Nationalen Statistik-Instituts (INE) greifen 31,5 Prozent der Spanier über 16 Jahren regelmäßig oder gelegentlich zu einer Zigarette. Damit habe sich der Anteil der Raucher an der Gesamtbevölkerung seit der Neuregelung um 6,7 Prozent erhöht.

Die spanische Regierung will nach Presseberichten vom Dienstag bis zum Sommer 2010 eine Verschärfung des Anti-Tabak-Gesetzes vom Parlament verabschieden lassen. Nach der jetzigen Regelung ist in Spanien das Rauchen am Arbeitsplatz verboten. In den meisten Gaststätten darf dagegen gequalmt werden. Die Besitzer können bislang selbst festlegen, ob ihre Lokale Raucher- oder Nichtraucher- Gaststätten sind. Die geplante Neuregelung sieht ein generelles Rauchverbot für alle geschlossenen Räume vor, die öffentlich zugänglich sind. Dazu sollen dann auch die Gaststätten gehören.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Neuroprothese lässt Gelähmten wieder zugreifen

Eine Neuroprothese ermöglicht einem Tetraplegiker, mit einer Gabel zu essen. Sein Hirn wird dabei per Kabel mit Muskeln in Arm, Hand und Schulter verbunden. mehr »

Mord und Totschlag in deutschen Kliniken?

Eine umstrittene Studie zu lebensbeendenden Maßnahmen in Kliniken und Pflegeheimen erhitzt die Gemüter. mehr »

KBV und Psychotherapeuten kritisieren Honorarbeschluss

BERLIN. Der erweiterte Bewertungsausschuss hat am Mittwochnachmittag gegen die Stimmen der KBV einen Beschluss zur Vergütung der neuen psychotherapeutischen Leistungen gefasst. mehr »