Ärzte Zeitung online, 04.01.2010

Mehrheit der Frühchen in Asien und Afrika

GENF (dpa). Die überwältigende Mehrheit aller Frühchen wird in Afrika und Asien geboren und hat dort nur wenig Chancen, zu überleben. Von 13 Millionen Babys, die jedes Jahr weltweit zu früh auf die Welt kommen, werden 11 Millionen auf diesen beiden bevölkerungsreichen Kontinenten geboren, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Montag in Genf mitteilte.

"Ein Baby, das weniger als 2000 Gramm wiegt, geboren etwa in der 32. Schwangerschaftswoche, hat in einem Entwicklungsland nur wenig Überlebenschancen", sagte der Direktor der WHO-Abteilung für Fortpflanzungsgesundheit, Lale Say. In einem entwickelten Land seien die Überlebenschancen für die zu früh geborenen Kinder fast so groß wie bei normalen Geburten.

Mit 17,5 Prozent ist der Anteil der Frühgeburten vor der 37. Schwangerschaftswoche an der Gesamtgeburtenzahl im südlichen Afrika am höchsten. In Zentral-Asien liegt er bei 3,8 Prozent, in Europa bei 6,2 und in Nordamerika bei 10,6 Prozent. Der weltweite Schnitt liegt nach WHO-Angaben bei rund 10 Prozent.

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