Ärzte Zeitung online, 07.10.2010

Rauchverbot in Griechenland scheitert

ATHEN (dpa). Griechenlands Kampf gegen seinen Ruf als Europas Raucher-Nation Nummer Eins scheint abermals zu scheitern: Mehr als einen Monat nach der Einführung eines angeblich strikten Rauchverbots an allen öffentlichen Plätzen wird in Lokalen weiterhin gequalmt.

"Die Kontrollen werden vor allem in Großstädten nicht durchgeführt" sagte der griechische Staatssekretär im Gesundheitsministerium, Michalis Timosidis, im griechischen Radio am Donnerstag.

Wie die griechische Presse berichtete, hänge das Scheitern des Rauchverbots auch mit den für den 7. November anstehenden Kommunalwahlen im Lande zusammen. Kein Bürgermeister riskiere es, vor den Wahlen Bußgelder zu verhängen, hieß es. Die politische Führung des Gesundheitsministeriums setze nun alle ihre Hoffnungen auf die Zeit nach den Kommunalwahlen, hieß es in Medienberichten.

Es ist der dritte Anlauf innerhalb von vier Jahren, das Rauchen in Griechenland in öffentlichen Räumen zu verbieten. In Griechenland rauchen knapp 45 Prozent aller Erwachsenen, mehr als in jedem anderen EU-Land.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »