Ärzte Zeitung online, 16.11.2010

Alkohol kostet 1500 New Yorkern jährlich das Leben

NEW YORK (eb). Exzessiver Alkoholkonsum kostet jedes Jahr rund 1500 Menschen in New York City das Leben. Und: Jede zehnte Krankenhauseinweisung geht mittlerweile auf Alkoholschäden zurück, wie die Gesundheitsbehörde der Stadt mitteilt.

Alkohol kostet 1500 New Yorkern jährlich das Leben

New York City, Stadt der Wolkenkratzer - und der Alkoholtrinker?

© blickwinkel / imago

Annähernd 100 000 Hospitalisierungen habe es im vergangenen Jahr wegen übermäßigem Alkoholkonsum gegeben, bereitet die Behörde in ihrem Report "Gesundheitsfolgen von Alkoholkonsum in New York City". Knapp 80 000 Fälle seien in der Notaufnahme gelandet.

Besorgniserregend dabei sei vor allem Steigerung in den letzten Jahren: Zwischen 2003 und 2008 habe sich die Rate der alkoholassoziierten Notfallbehandlungen verdoppelt.

Dem Bericht zufolge trinkt rund die Hälfte der Einwohner New Yorks fast nie. Doch Umfragen hätten gezeigt, dass 42 Prozent der Erwachsenen, die Alkohol konsumieren, im letzten Monat mindestens einmal etwas tiefer ins Glas geschaut haben.

Elf Prozent der Erwachsenen gaben an, regelmäßig zu trinken - bei Männern mehr als zwei Drinks pro Tag, bei Frauen mindestens einer.

Für das Jahr 2008 verzeichnet die Gesundheitsbehörde 1537 Todesfälle im Zusammenhang mit Alkohol. Chronische Lebererkrankungen werden dabei mit 22 Prozent als häufigste Todesursache genannt.

Aber auch indirekte Todesfälle wurden in die Statistik mit einbezogen: So gingen wurden bei 46 Prozent aller Morde und Tötungsdelikte ein Alkoholeinfluss nachgewiesen, ebenso wie in 30 Prozent aller Unfälle und Vergiftungen.

Dr. Thomas Farley, Chef der Gesundheitsbehörde, fasst die Ergebnisse so zusammen: "Exzessives Trinken kann kurzfristig zu Verletzungen, Gewalt und schlimmen Unfällen führen. Langfristig verursacht es Herzleiden, Lebererkrankungen und Krebs."

Bericht der Gesundheitsbehörde: "Health Consequences of Alcohol Use in New York City" (PDF-Datei)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBV drücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Auch mit Kind zügig möglich"

Eine Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »