Ärzte Zeitung online, 29.11.2010

China: Erstklässler mit HIV wird der Schule verwiesen

SHANGHAI (eb). Sechs Jahre alt und HIV-positiv: Weil ein angehender Erstklässler in China den Aidserreger HIV in sich trägt, darf er nicht die Schule besuchen.

Die Grundschule in der Region Guangxi Zhuang, in der er eingeschult werden sollte, habe seine Aufnahme verweigert, berichtet die Online-Ausgabe der Tageszeitung "Shanghai Daily".

Zuvor hätten sich die Eltern anderer Kinder an die Schulleitung gewandt und gegen seine Einschulung interveniert.

Der Junge soll ein Waise sein. Seit dem Tod seines Vaters im Sommer soll er in einem Dorf nahe der Stadt Liuzhou ein isoliertes Leben geführt haben. Sein Vater soll ebenfalls HIV-positiv gewesen sein. Kurz nach dessen Tod wurde der Junge ebenfalls positiv getestet.

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