Ärzte Zeitung online, 01.12.2010

Winterwetter legt Versorgung in britischen Kliniken lahm

LONDON (ast). Schneechaos und Eisregen haben dutzende Krankenhäuser in Großbritannien dazu gezwungen, ihren Patienten von einem Besuch "dringend" abzuraten. Besonders die staatlichen Kliniken in Nord-England leiden unter dem für Großbritannien ungewöhnlich strengen Winterwetter.

Winterwetter legt Versorgung in britischen Kliniken lahm

Auch Großbritannien versinkt langsam im Schnee - wie hier auf der A 171 in Nord-Yorkshire.

© dpa

In der Region Yorkshire mussten hunderte Operationen abgesagt werden. Die Krankenhäuser in Yorkshire haben Patienten mittels Radio und Internet darum gebeten, "nur in dringenden Notfällen in die Klinik" zu kommen.

Eine Blitzumfrage der "Ärzte Zeitung" in britischen Kliniken ergab, dass zahlreiche Ärzte und Krankenpfleger nicht länger zur Arbeit kommen können.

In Teilen Großbritanniens sind in den vergangenen 48 Stunden bis zu 100 Zentimeter Neuschnee gefallen.

Ein Sprecher des Londoner St. Thomas Hospital sagte, viele Kliniken seien wegen des Winterwetters nicht länger in der Lage, benötigte Konsumgüter wie Verbandsmaterial und medizinisches Hilfsmaterial zu beschaffen. Dagegen scheint die Versorgung mit Arzneimitteln im staatlichen britischen Gesundheitsdienst (National Health Service, NHS) derzeit gewährleistet.

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